Erfolgreiches Debüt des neuen Austria-Sportchefs Michael Wagner: Mit dem etwas glücklichen 3:2 (2:1)-Auswärtssieg gegen Blau Weiß Linz gelang die Rückkehr unter die ersten sechs. Die Austria überholte Cupsieger Wolfsberg, bei dem es keinen erfolgreichen Trainereinstand von Ismail Atalan gab, sondern ein 1:3 (0:1) in Altach. Der erste Sieg der Vorarlberger nach sieben Partien. Das Wolfsberg-Tor durch Joker Marco Sulzner, sein erstes in der Bundesliga, fiel erst in der Nachspielzeit. Diesmal fällt die Behauptung, dass sich die Spieler unter Trainer Peter Pacult nicht wohlfühlen, als Begründung für die Pleite weg. Pacult wurde „geopfert“, mit ihm hat Hartberg immerhin auswärts Meister Sturm geschlagen. „Wir haben in extrem unglücklichen Momenten die Tore kassiert, sind danach nicht mental stark geblieben“. analysierte Atalan, „unsere guten Phasen waren zu wenig!“
Austrias Trainer Christoph Helm hielt sich noch nicht an die neue strategische Ausrichtung, sprich junge Welle. Das Durchschnittsalter der Startelf betrug 28,8 Jahre, der jüngste war der koreanische Linksverteidiger Tae-Seok Lee mit 23 Jahren, Nach 77 Minuten wurde der 17 jährige Philipp Maybach eingewechselt, in der Nachspielzeit der 18 jährige Konstantin Aleksa. Entscheidend für die drei Punkte war der erste Doppelpack von Manprit Sarkaria (Bild) seit der China-Heimkehr zum 1:0 und 3:1. Beide Male traf er mit links: Nach 13 Minuten überraschte er den tschechische Blau Weiß-Keeper Viktor Baier mit einem Schuss aus 17 Metern von halbrechts ins lange Eck, nach 52 vollendete er einen starken Konter über Reinhold Ranftl und Tae Seok Lee. Auch zum ersten Sarkaria-Treffer kam die Vorarbeit von einem Südkoreaner, von Kang Hee Lee. Das 2:1 fiel in der Nachspielzeit ersten Hälfte durch einen von Johannes Eggestein verwandelten Elfmeter, den Kapitän Manfred Fischer herausholte. Für Blau-Weiß war es vor dem Kellerduell gegen den GAK die fünfte Niederlage in Serie, die auch ein Doppelpack von Simon Seidl, des jüngeren Bruders des Rapid-Kapitäns, nicht verhindern konnte. Ronivaldo vergab in der Nachspielzeit die Chance zum 3:3.
Hartberg feierte die Rückkehr ins eigene, renovierte Stadion, den die Fans als ihren „Tempel“ feierten, mit einem 2:0 (1:0)-Heimsieg gegen Aufsteiger Ried, der die Steirer nach sechs Runden ohne Niederlage auf Platz vier brachte. Mann des Spiels war Elias Havel, der einen Elfmeter zum 1:0 verwandelte und den zweite Treffer durch Lukas Fridrikas perfekt vorbereitete. Mit acht Toren führt Havel jetzt in der Schützenliste.
Foto: APA/Uwe Winter.