Fußball

Austrias Wiedersehen mit Tabakovic und Barry

An das letzte Auswärtsspiel gegen Red Bull Salzburg vor sechs Monaten hat die Wiener Austria noch gute Erinnerungen. Da gelang zum Start der Meisterrunde ein 2:0, was der Anfang vom Ende der Trainerära von Thomas Letsch bei Salzburg war. Im März konnte Austria den einzigen Sieg in den letzten 20 Auswärtspartien gegen die Bullen bejubeln. Wenn Sonntag wieder einer gelingt, dann wäre das doch eine Überraschung. Salzburg ist unter seinem neuen Trainer Danny Röhl in acht Bewerbsspielen ungeschlagen, spielt unter dem Deutschen variabler als zuvor. So beurteilt dies Röhls Kollege bei der Austria, Stephan Helm.

Für Austria gibt es ein Wiedersehen mit Abubakr Barry und Salzburgs neuem Torjäger Haris Tabakovic (Bild). Barry wechselte im Sommer nach zwei Saisons in Violett für drei Millionen Euro nach Salzburg. Er erzielte im Februar beim 2:0 in Salzburg Austrias Führung,  für den zweiten Treffer sorgte Johannes Eggestein. Tabakovic verließ die Austria nach einer Saison vor drei Jahren. Er kam im Sommer 2022 ablösefrei von Austria Lustenau als Torschützenkönig der zweiten Liga. Spielte aber im Herbst beim damaligen Trainer Manfred Schmid keine Rolle. Das war mit ein Grund, warum der damalige Sportvorstand Jürgen Werner die Zusammenarbeit mit Schmid sehr zum Ärger von Präsident Kurt Gollowitzer beendete. Unter Schmids deutschem Nachfolger Michael Wimmer blühte Tabakovic dann im Frühjahr auf, erzielte 15 seiner insgesamt 21 Tore. Die Kehrseite der Medaille: Er nützte die Ausstiegsklausel um 500.000 Euro, nahm das finanziell lukrativere Angebot des deutschen Zweitligisten Hertha BSC Berlin an, wurde Torschützenkönig, wechselte in die Bundesliga. Zunächst zu Hoffenheim, weiter zu Mönchengladbach. Sein Führungstor für Bosniens Team in Wien brachte Österreichs WM-Ticket in Gefahr. Nach der WM holte ihn Salzburgs Sportchef Marcus Mann für fünf Millionen Euro.

Eine gute Investition. Das lässt sich bereits nach sechs Partien sagen. Weil Tabakovic alle vier Tore  in der Qualifikation zur Europa League gegen den FC Pafos aus Zypern erzielte, somit den Aufstieg möglich machte. In der Bundesliga traf Tabakovic bisher noch nicht für seinen neuen Klub. Erstmals gegen den ehemaligen? „Ich habe nur gute Erinnerungen an Wien“, sprach Tabakovic von einem besonderen Spiel für ihn. Von den damaligen Mitspielern sind nur noch vier bei Austria: Kapitän Manfred Fischer, Reinhold Ranftl, Mario Handl und Ersatztormann Mirko Kos.

Für Tabakovic und Salzburg beginnt die Europa League am 17. September in Sofia gegen Levski, am 15. Oktober folgt daheim der große Hit gegen Milan. Weiters geht es zweimal auswärts gegen Celje und Anderlecht, dann zweimal daheim gegen Ararat aus Armenien und Sparta Prag. Im Jänner spielt Salzburg in Leverkusen, empfängt zum Abschluss Crystal Palace.

Foto: Red Bull Salzburg.

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