Fußball

Barisic bleibt bis 2024 der grün-weiße Sparmeister: Es gibt für Rapid keinen besseren!

Die Wiener Austria muss um ihre Zukunft bangen, der grün-weiße Erzrivale Rapid kann bereits Akzente für die Zukunft nach der Pandemie setzen. Mit der Verlängerung des in einem Jahr auslaufenden Vertrags von Sport-Geschäftsfüher Zoran Barisic bis 2024. Die auf Grund seiner Bilanz seit Amtsantritt am 20. Mai 2019 als Nachfolger des Schweizer Fredy Bickel alternativlos war. In diesen zwei Jahren hatte Rapid bei den Transfergeschäften einen Gewinn von knapp neun Millionen Euro, ohne die Mannschaft zu schwächen. Im Gegenteil. Die Gespräche zwischen Präsident Martin Bruckner und Barisic (Bild oben), bei denen auch Wirtschafts-Geschäftsführer Christoph Peschek dabei war,  dauerten nicht so lange wie die über den neuen Vertrag von Didi Kühbauer bis 2023, es gab keinerlei Komplikationen. Wenn Barisic den Vertrag bis 2024 erfüllt, woran nicht zu zweifeln ist, dann überholt er Peter Schöttel als längst amtierenden Sportchef in Hütteldorf. Der seit 2017 beim ÖFB in dieser Funktion tätige Schöttel war es zwischen 2003 und 2006 und nochmals von Sommer 2011 bis Dezember 2012. In diesen eineinhalb Jahren war Schöttel gleichzeitig auch Trainer.

Mit einer der letzten Taten seiner Ära korrigierte Präsident Michael Krammer seinen schwersten Irrtum, nämlich Barisic als Trainer nach drei Saisonen (2013 bis 2016) fallen zu lassen, installierte ihn wegen der Fehlentwicklung seit der Eröffnung der Allianz-Stadions als Sportchef. Da gab es Kritik, viele trauten Barisic den schwierigen Job nicht zu. Der bewies, dass er es kann. Bis Winter 2020 trennte er sich von teuren Irrtümern seines Vorgängers Bickel wie Andrej Ivan oder Andrija Pavlovic, verkaufte die Verteidiger Boli Bolingoli, Mert Müldür , Marvin Potzmann sowie Stürmerflop Aliou Badji um insgesamt 9,74 Millionen Schilling nach Schottland (Celtic Glasgow), Italien (Sassuolo), Oberösterreich (LASK) und Ägypten (Al Ahli Kairo). Bei Müldür war ein weinendes Auge dabei. Im Sommer 2020 brachte der Verkauf von Thomas Murg an Paok Saloniki nochmals zwei Millionen. Auf einen finanziellen Kraftakt, um Kapitän Stefan Schwab zu halten, verzichtete Barisic.

Sechs Neue holte er.  Fünf vor der Corona-Krise: Linskverteidiger Max Ullmann kostete 600.000 Euro Ablöse, Filip Stojkovic kam ablösefrei, Koya Kitagwa kostete am meisten (1,5 Millionen) und konnte am wenigsten die Erwartungen erfüllen, der Slowene Dejan Petrovic war mit einer halben Million fast ein Gelegenheitskauf. Der Königstransfer hieß  Ercan Kara. Geradezu ein Schnäppchen aus Horn um 200.000 Euro. Während der Pandemie kam nur Manfred Ritzmaier von Barnsley. Auf Leihbasis, wobei Barnsley weiter einen Großteils eines Gehalts bezahlt. Da gab es manch heiße Diskussion mit seinem Freund Kühbauer, weil sich der  als Trainer schon mehr Aktivitäten am Transfermarkt erwartete, die auch einforderte. Aber nicht erfüllt bekam.

Sonntag war Barisic über die Art und Weise der 0:3-Niederlage im Spitzenduell gegen Red Bull Salzburg ziemlich „angezipft“, weil er sich mehr erwartet hatte, vor allem mehr Mut. Vier Tage später nannte er realistische Ziele für die nächsten vier Jahre, Nahm wie früher als Trainer das Wort Meistertitel nicht in den Mund. Sprach nur davon, den Klub durch die Krise zu führen, ihn dabei so zu stabilisieren, um nach Ende der Pandemie, wenn Zuschauer wieder in die Stadien zu kommen, wieder weiter zu entwickeln. Mit Marco Grüll und Robert Ljubicic hat er bereits zwei ablösefreie Neuzugänge fixiert. Was im Sommer noch passieren wird, kann er nicht abschätzen: „Derzeit ist alles ruhig. Ich glaube auch nicht, dass sich viel am Transfermarkt tun wird.“ Auch wegen Toptalent Yusuf Demir gibt es derzeit keine Aktivitäten. Ruhe vor dem Sturm? Barisic sieht in der zweiten Mannschaft Hoffnugnen, obwohl sie Schlusslicht der zweiten Liga ist: „Einige können den Sprung schaffen. Aber sie brauchen Gedud und Zeit.“ Ein anderes Programm wird man von ihm nie hören. Wenn er das  durchzieht, dann wird er so etwas ähnliches wie der legendäre Klubgründer Dionys Schönecker iun moderner Version. „Zoki „, der Pandemie-Dionys!

Altach hat den Nachfolger für den deutschen Sportchef Christian Mückel gefunden. In Vorarlberg, sozusagen vor der Haustür. Es ist Christian Grabherr, der 2018/19 als Cheftrainer fungierte, im Herbst 2016 für 16 Spiele Assistent von Damir Canadi bs zu dessen Wechsel nach Wien zu Rapid war. Ab Juni sind sie wieder vereint. Aber in neuen Rollen. Zumindest auf dem Papier ist Grabherr der Chef von Canadi. In Wirklichkeit fehlt daran der Glaube.

Foto: SK Rapid/Klinglmüller.

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