Fußball

Ein Tiefschlag für die Austria jagt den anderen: Fans kamen mit Sarg

Letzten Samstag bedeutete eine falsche Elfmeterentscheidung von Referee Sebastian Gishammer Austrias 0:1 in Hartberg. Danach gab General Manager Peter Stöger bekannt, nächste Saison nicht mehr zur Verfügung zu stehen. Dienstag kam die Nachricht von der  in erster Instanz verweigerter Lizenz für die Bundesliga. Zudem machte sich Corona bei Violett breit: Zwölf Fälle bei den Young Violets, die daher in der zweiten Liga pausieren müssen. Zudem wurde die Nachwuchsakademie geschlossen. Freitag kündigte Sponsor Magenta seinen Rückzug nach, Magenta-Chef Andreas Bierwirth wird daher künftig im Aufsichtsrat nicht mehr vertreten sein. Am gleichen Tag versprach AG-Vorstand Markus Kraetschmer, man arbeite rund um die Uhr für die Lizenz. Wirklich überzeugen kann das  nicht mehr viele oder wahrscheinlich sogar keinen. Vor der Generali-Arena demonstrierten Freitag Abend Fans, als drinnen Aufsichtsrat und Verwaltungsrat mit Kraetschmer tagten. Legten einen schwarzen Sarg vor den Eingang, fordert in Sprechchören und mit Transparenten Kraetschmers Rückzug.  In „Wien heute“ berichtete der ORF, die Situation um die Lizenz sehe aber besser aus als noch vor zwei Tagen.

Auch sportlich? Schließlich räumte Stöger personelle Probleme vor dem Auswärtsspiel beim Vorletzten St. Pölten am Samstag ein. Die gehen über die Sperren von Benedikt Pichler und Georg Teigl (fünf gelbe Karten) hinaus. Es gibt verletzte oder erkrankte Spieler, in Hartberg standen Markus Suttner und Andreas Grünwald wegen eines Magen-Darm-Virus nicht zur Verfügung. Namen verriet Stöger  diesmal keine. Dass Leipzig-Leihgabe Eric Martel (Bild oben)  nach der  Gelbsperre zurückkehrt, kann sich nur positiv auswirken. Ob er angesichts der tristen Lage und unsicheren Zukunft es schaffen kann, die Spieler noch zu erreichen und motivieren? „Wir stehen schon über die ganze Saison vor besonderen Herausforderungen, müssen gewisse  Dinge eben ausblenden“, meinte Stöger, „natürlich beschäftigt dies die Spieler. Aber sobald sie am Rasen sind, bemerkte ich nichts davon!“ Training und Spiel sind aber zwei verschiedene Paar Schuhe. Austria muss punkten, um den Rückstand auf Hartberg nicht größer werden zu lassen. Der Erste der Qualifikationsgruppe gastiert beim Letzten Admira in der  Südstadt.

Beim Vorletzten ist es das erste Heimspiel von Georg Zellhofer seit der Rückkehr auf St. Pöltens Trainerbank. Die Heimbilanz der Niederösterreicher ist geradezu desaströs, für die schlechte Platzierung verantwortlich: Nur ein Sieg in zwölf Partien.  In den letzten 14 Runden konnte St. Pölten nur einmal gewinnen. Gelingt gegen Austria die Wende? Das wäre der nächste Tiefschlag für Austria. Anders als Austria konnte St. Pölten die Verträge mit zwei Spielern verlängern: Mit Sierra-Leone-Legionär George Davies um zwei Jahre, auf Ex-Austria-Verteidiger Michael Blauensteiner wurde die Option für eine weitere Saison gezogen. Auch bei Altach gab es eine Verlängerung vor dem Gastspiel in Ried:  Mit Manuel Thurnwald, dem Verteidiger mit Rapid-Vergangenheit.

Foto: FK Austria/Agentur Zolles.

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