Fußball

Adi Hütter spielt gegen seine Zukunft! Viele Spekulationen um Glasner

Covid 19 sorgt für ein Chaos in der deutschen Bundesliga: Hertha BSC Berlin muss nach vier positiven Fällen bis 29. April in Quarantäne, damit fallen die Spiele gegen Mainz, Freiburg und Schalke aus, könnte der Abstiegskampf doch beeinflusst werden. Das drängte Donnerstag und Freitag die brisanten Trainerthemen, die sich auch um die Österreicher Adi Hütter und Oliver Glasner drehen, dazu natürlich weiter um Hansi Flick bei den Bayern, etwas in den Hintergrund. Dienstag gab Hütter in einer emotionalen Rede seinen Spielern vor dem Training seinen Abschied mit Saisonende bekannt. Die Reaktion am Ende war Applaus und der  Rütlischwur, gemeinsam alles zu tun, damit Frankfurt am Champions League-Platz bleibt, die gemeinsame Zeit mit einem historischen Erfolg zu Ende geht. Vier Tage später spielt Hütter mit Frankfurt bei seinem künftigen Klub Borussia Mönchengladbach und seinen Vorgänger Marco Rose (Bild oben), den er aus Salzburger Zeiten gut kennt, auch  gegen seine Zukunft. Mit einem Sieg von Frankfurt würden Gladbachs Chancen, von Rang acht in den letzten sechs Runden noch auf einen Europacup-Platz vorzustoßen, weiter reduziert werden.  Was bei Mönchengladbach nach der Ankündigung von Rose, am Saisonende zu Borussia Dortmund zu wechseln, passierte, gilt als Frankfurts Horror-Szenario: Sechs Spiele in Serie verloren. Hütter kann sich nicht vorstellen, dass dies passieren wird.  Mit ihm feierte Frankfurt gegen Mönchengladbach aber noch keinen Sieg.

Abwehrchef Martin Hinteregger fehlt weiterhin, dürfte erst Dienstag spielen. Hütter  hält an Stefan Ilsanker im Abwehrzentrum fest.  Bei Mönchengladbach ist Stefan Lainer der einzige Österreicher in der Startelf. Seit Dienstag gibt es viele Spekulationen um die Folgen von Hütters Entscheidung: Welche Mönchengladbach-Spieler es bei ihm künftig schwerer haben könnten als unter Rose, ob er  Frankfurter Spieler zum neuen Klub mitnimmt (Hinteregger spielte im Frühjahr  2016 als Leihspieler von Red Bull Salzburg bei Mönchengladbach), wer Hütters Nachfolger in Frankfurt werden könnte. Frankfurts erstes Gespräch mit Ralf Rangnick über eine Doppelfunktion als Sportchef und Trainer verlief nicht sehr erfolgversprechend, genannt wurden auch Ex-Salzburg-Trainer Roger Schmidt (derzeit PSV Eindhoven) und Glasner (Bild oben). Nicht das einzige Gerücht um den erfolgreichen Wolfsburg-Trainer: In Deutschland glauben  viele an seine Rückkehr zu Österreichs Meister nach Salzburg, falls dessen Trainer Jesse Marsch zu Leverkusen wechselt. Das scheint etwas weit hergeholt. Bei Salzburg war Glasner früher Assistent von Schmidt.

Glasner machte das richtige: Er sagte nichts, nur unverfängliches. Ihn interessiert, im Samstag-Schlager gegen Tabellenführer Bayern zu punkten. Damit würde das Titelrennen aber nicht entscheidend spannender werden, würden Glasner und Landsmann Xaver Schlager hingegen voll auf Kurs Richtung Champions League bleiben. Das interessiert den Trainer am meisten. Schlager muss ohne seinen gewohnten Partner im zentralen Mittelfeld, den gesperrten Max Arnold, auskommen: „Wir fürchten uns wirklich nicht“, antwortete Glasner auf die Frage, ob er eine Reaktion Bayerns auf das Ausscheiden in der Champions League erwartet. Bei Bayern fehlen weiter Robert Lewandowski und Leon Goretzka, David Alaba wird vermutlich im Abwehrzentrum benötigt: „Wir waren am Boden zerstört, werden aber daran nicht zerbrechen, sondern wieder aufstehen“ versprach Alaba vor seinem 426. Pflichtspiel im Bayern-Dress. Das ist Rekord. Auf so viele kam bisher kein andere Legionär bei Bayern.  Nichts Neues gab es bei Bayern in der Trainerfrage. Trotz eines Gesprächs zwischen Flick und Oliver Kahn, dem designierten Vorstandchef. Die Zukunft, sprich nächste Saison, soll kein Thema gewesen sein.

Selbst bei einer Niederlage htäte Bayern noch immer  vier Punkte Vorsprung, da RB Leipzig mit Marcel Sabitzer Freitag Abend gegen Hoffenheim (mit Stefan Posch, Florian Grillitsch und Christoph Baumgartner) daheim nur ein 0:0 schaffte. Mit der letzten Aktion in der 96. Minute traf Yusuf Poulsen ins Netz, aber nach Intervention aus dem Videokeller zählte der Treffer nicht. Denn der Däne köpfte den Ball auf seine rechte Hand, von der er ins Tor ging. Eine richtige Entscheidung.


Foto: VFL Wolfsburg.

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