Als Sasa Kalajdzic Sonntagmittag den Flughafen in Linz-Hörsching verließ, trug er bereits das rot-goldene Trikot, das fünf Tage zuvor beim LASK-Wunder gegen Celtic Glasgow eine Superpremiere hatte. Damit stieg der Zweimeter-Riese in einen Mini, wurde auf die Gugl zum Präsentationsfoto (Bild) gebracht. Dem LASK gelang es seine Erfolgsmeldung auch dementsprechend zu präsentieren: Kalajdzic, sicher entscheidend im Frühjahr am Höhenflug zum Double beteiligt, unterschrieb einen Dreijahresvertrag. Das Sahnehäubchen: Der Klassespieler kostete keine Ablöse. Dazu muss man Sportchef Dino Buric gratulieren. Wolverhampton sicherte sich eine 50-prozentige Beteiligung an einem Weiterverkauf von Kalajdzic, an den beim LASK aber niemand denkt. Die Champions League war das i-Tüpfelchen für Kalajdzic, um sich nach dem Frühjahr, das zu den Highlights seiner Karriere zählte, erneut für die Linzer zu entscheiden; „Beim LASK spüre ich Stabilität und Konstanz. Didi Kühbauer hat bis 2029 unterschrieben, das hat mich auch beeinflusst.“ Laut Buric machte Kalajdzic deutliche Abstriche: „Er hatte konkrete Angebote aus der deutschen Bundesliga und der Serie A aus Italien. Finanziell hätten wir nicht mithalten können. Aber Sasa entschied sich für den sportlichen Weg, für eine Mannschaft, die er kennt, und ein Umfeld, in dem er zur alten Stärke zurückgefunden hat!“ Die Frage wird sein, wann Kalajdzic zum ersten Mal spielt: Am Dienstag beim Nachtrag in Wolfsberg wohl noch nicht. Vielleicht schon am kommenden Wochenende beim Cup in Deutschlandsberg. Ein Thema ist er sicher zum Auftakt der Champions League beim griechischen Meister AEK Athen.
Die Kalajdzic-Rückkehr tut nicht nur dem LASK gut, sondern der ganzen Fußballszene. Er wertet die Liga auf, erhöhte die Chancen, auf ein gutes Abschneiden in der Königsklasse. Und bedeutet auch für Teamchef Ralf Rangnick einen Monat vor dem Start in die Nations League eine positive Nachricht. So viele gibt es derzeit nicht: Die Zukunft von David Alaba ist noch ungewiss, Kevin Danso sieht bei Tottenham kein Land, möchte daher die „Spurs“ nach eineinhalb Jahren wieder verlassen. Ob sich das bis zum Transferschluss noch ausgeht? Michael Svoboda war beim 3:4 von Brighton bei Chelsea an der Stamford Bridge nicht im Kader, David Affengruber bezog mit Aufsteiger Elche in der spanischen La Liga bisher nur Niederlagen. Alexander Schlager ist in der Torhüterhierarchie von Werder Bremens Trainer Daniel Thiouane nur die Nummer zwei. Spielt Estlands Teamkeeper Karl Hein öfter so wie Sonntag beim 1:4 in Freiburg, wird sich das aber ändern. Mit Christoph Baumgartner ist im September bei den Heimspielen gegen Israel in Linz und Kosovo in Wien nicht zu rechnen.
Die positiven Aspekte? Konrad Laimer bei Bayern München wieder gut in Form, Michael Gregoritsch war Sonntag beim 3:0 (1:0) von Augsburg gegen Schalke spielentscheidend. Weil er nach 18 Minuten die Führung erzielte und ein Brutalo-Foul an ihm zum Ausschluss des Schalkes Verteidiger Ron Schallenberg nach 63 Minuten führte. Danach fielen noch zwei Tore. Dejan Ljubicic spielte bei den Verlierern durch, Max Wöber und Junior Adamu wurden eine Minute vor der roten Karte eingewechselt. Philipp Lienhart gewann mit Freiburg das Österreicherduell gegen Marco Friedl und Marco Grüll souverän. Xaver Schlager stand beim 2:2 von Nottingham in Liverpool erstmals in der Startelf, spielte durch. Romano Schmid machte beim 3:0 von Italiens Aufsteiger Frosinone in Florenz gegen Fiorentina eine gute Figur.
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