Fußball

Austria zu passiv: Drei Salzburg-Tore in 18 Minuten

Der Start ließ noch auf den zweiten Sieg der Wiener Austria in Salzburg hoffen – allerdings nur kurz. Bald nach dem Stangenschuss von Julian Hettwer folgte das unglückliche Eigentor des Südkoreaners  Kang-Hee Lee, der eine Flanke vor dem einschussbereiten Ex-Austrianer Haris Tabakovic ins eigene Tor verlängerte. Das führte zur Passivität in Violett. Trainer Stephan Helm sah von seiner Coaching Zone aus (Bild), wie sich Salzburg ohne große Gegenwehr zu einer Topleistung steigerte, in dieser Saison weiter ungeschlagen blieb. Nach 19 Minuten setzte sich Tabakovic nach einer Flanke von Kapitän Nikolas Veratschnig gegen Reinhold Ranftl durch, traf per Kopf. Der Bosnier verzichtete darauf, gegen seinen Ex-Klub zu jubeln. Zwölf Minuten später führte Salzburg durch das erste Bundesligator des jungen Polen Bartosz Mazurek 3:0, die Vorarbeit leistete Ex-Austrianer Abubakr Barry.

Weil die Austria in zehn Tagen vier Spiele hat, rotierte Helm kräftig. Ranftl und Kang-Hee-Lee Innenverteidiger mit Aleksandar Dragovic, im Mittelfeld mit Daniel Nnodim ,Vasilje Markovic und Philipp Maybach drei 18-Jährige, mit Matteo Schablas ein 21-Jähriger. Der routinierte Kapitän Manfred Fischer blieb auf der Bank. Helm wollte eine frische Mannschaft auf den Rasen bringen – das war die Austria nur bis zum ersten Salzburger Tor. Zur zweiten Hälfte ersetzten Fischer und Florian Wustinger Hettwer und Sanel Saljic. Fischer erzielte mit links nach Wustingers Pass das schnelle Anschlusstor. Aber lange konnte nicht mit der Aufholjagd spekuliert werden: Nach 55 Minuten  kam Yorbe Vertessen nach einer Flanke der 19-jährigen Burkina-Faso-Perle Abubakr Camara, dessen Schnelligkeit die Austria vor große Probleme spielte, frei zum Kopfball. Damit war der Dreitorevorsprung wieder hergestellt.

Salzburg-Trainer DanyRöhl dachte schon an den Mittwoch-Schlager gegen Tabellenführer Rapid, ließ Tabakovic zur Pause in der Kabine, tauschte später auch Veratschnig aus.  Zum Austria-Gastspiel kamen knapp 11.000 Zuschauer, um 3.000 mehr als Donnerstag zuvor beim Europa-League-Play-off gegen Mjällby. Wird´s Mittwoch den besten Saisonbesuch geben? Die Konstellation spricht dafür, auch weil viele Rapid-Fans in die Festspielstadt kommen werden. Die Austria fiel auf den letzten Platz zurück, hat die rote Laterne. Das ist nach vier Spielen nicht dramatisch, dennoch wird der Nachtrag gegen WSG Tirol am Mittwoch so etwas wie richtungsweisend.

Foto: RB Salzburg/Klaus Huber.

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