Rapid steht vor drei Auswärtsspielen hintereinander, Meister LASK gleich vor fünf: Es beginnt Dienstag mit dem brisanten Nachtragsspiel in Wolfsberg, geht Samstag in der Steiermark mit dem Cupspiel in Deutschlandsberg weiter. Drei Tage später folgt der Start in die Ligaphase der Champions League im 32.000 Zuschauer fassenden Stadion Hagia Sophia beim griechischen Meister AEK Athen. Danach folgen bis zur Teampause in der Bundesliga die Duelle in der Steiermark gegen Vizemeister Sturm und Hartberg. Im Linzer Stadion spielt der LASK erst wieder am 10. Oktober gegen Rapid. Dabei könnte es um die Tabellenführung gehen. Vier Tage später gastiert der FC Liverpool auf der Gugl. Der einen Tag nach der umjubelten Rückkehr von Sasa Kalajdzic zum LASK am Transfermarkt groß zuschlug, den 23-jährigen französischen Teamstürmer Bradley Barcola vom zweifachen Champions-League-Gewinner Paris St. Germain kaufte. Der Unterschied: Kalajdzic kam ablösefrei, die Ablöse für Barcola betrug stolze 143 Millionen Euro.
Kalajdzic ist beim LASK in Wolfsberg kein Thema. Es wird brisant, weil LASK-Meistermacher Didi Kühbauer im letzten Oktober Wolfsberg im Regen stehen ließ. Einen Tag, nachdem auf der Bruno-Gala der Vereinigung der Fußballer Wolfsberg wegen des Cuptitels als Mannschaft des Jahres und er als Trainer des Jahres geehrt wurde, stellte er Präsident Dietmar Riegler mit dem Wechsel nach Linz praktisch vor vollendete Tatsachen. Davon erholte sich Wolfsberg nicht, kam mit Ismail Atalan als Trainer sogar in Abstiegsgefahr. Erst mit Thomas Silberbergert gelang der Klassenerhalt.
Der LASK ist seit März in der Bundesliga unbesiegt, startete erstmals in seiner Bundesliga-Geschichte mit vier Siegen. Saisonübergreifend sind es derzeit acht Partien, die in Serie gewonnen wurden. Auch das gelang zum ersten Mal. Wolfsberg ist seit sechs Duellen gegen den amtierenden Meister ungeschlagen (je drei Siege und Unentschieden). Bei vier dieser sechs Partien war Kühbauer noch Wolfsberg-Trainer. Das letzte vor seinem Wechsel gewann Wolfsberg daheim 1:0. Mit Kühbauer siegte der LASK in Linz 3:1. Dienstag kommt er erstmals mit dem LASK als Gegner in die Lavanttal-Arena: „Wolfsberg ist eine Mannschaft, die jeden in Österreich schlagen kann. Aber wir sind aktuell gut drauf“, meinte Kühbauer. Silberberger muss auf seinen gesperrten Kapitän Nicolas Wimmer verzichten.
Foto: FotobyHofer/Christian Hofer.