Noch zwei Spiele, dann ist die erste Hälfte des Grunddurchgangs beendet, kann man eine erste Bilanz ziehen, in welche Richtung es geht. Die Wiener Austria gewann vier der letzten fünf Spiele, darunter auch das Wiener Derby in Hütteldorf, die Heim-Niederlage gegen Blau Weiß Linz vor zwei Wochen kam unerwartet. Also gilt die Devise, Samstag am Innsbrucker Tivoli gegen WSG Tirol wieder ein paar Prozent mehr als beim unnötigen 0:1 auf den Rasen zu bringen. Nicht nur bei der Austria, auch bei den Tirolern, die seit der zweiten Runde ohne Sieg sind, daher auf Rang zehn zurückfielen. Austrias Personalsituation hat sich gebessert: Abubakr Barry und Philipp Wiesinger können nach ihren Gelbsperren wieder dabei sein, die verletzt gewesenen Kang Hee Lee und Tin Plavotic stehen inzwischen wieder voll im Mannschaftstraining. Der Aufwand in den zwei Trainingswochen war groß, jetzt sollen sich Aleksandar Dragovic & Co dafür belohnen. Um den Optimismus ihre Trainers Stephan Helm (Bild) zu bestätigen: „Wir sind in der Meisterschaft auf dem richtigen Weg!“ Das stimmt nur, wenn vor dem Heimspiel gegen Red Bull Salzburg drei Punkte erobert werden.
Wolfsberg neuer Trainer Peter Pacult wird beim Einstand daheim gegen Aufsteiger Ried nichts ändern, es besteht auch keine Veranlassung dazu. Auf dem neu verlegten Grazer Rasen kommt es zum steirischen Duell zwischen dem sieglosen Letzten GAK und Hartberg. Sollte der GAK erneut nicht gewinnen, wird er für Trainer Ferdinand Feldhofer mit nur zwei Siegen aus dann 21 Spielen seiner Ära trotz aller Treueschwüre aus der Chefetage schwierig. Freitag gab es eine Provokation: An den Zäunen des Trainingszentrums Weinzödl hingen mehrere Abstiegsgespenster mit der roten Rückennummer zwei. Ob dafür Sturm-Fans verantwortlich waren?
Mit einer Sparmaßnahme überraschte die Bundesliga: Sie strich aus finanziellen Gründen bis auf weiteres die traditionelle Jahresabschlussfeier um die Weihnachtszeit in einem Wiener Innenstadtlokal. Weil es bei der Entwicklung der Einnahmen durchaus angebracht ist, die Ressourcen noch effizienter einzusetzen. So heißt es in der offiziellen Begründung.
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