Fußball

Bei Wirbel um VAR ist fast immer Schüttengruber dabei

Fünfter Trainerwechsel in 15 Runden der Bundesliga. Auch das kann man als Zeichen des schwachen Niveaus werten. Nach dem LASK, Wolfsberg und Rapid zog Sonntag auch Schlusslicht Blau Weiß Linz die Reissleine. Nicht unerwartet nach sechs Niederlagen hintereinander. Mitja Mörec, der Nachfolger von Gerald Scheiblehner, der Blau Weiß letzte Saison in die Meisterrunde geführt hatte, was vielleicht auch unrealistische Erwartungen auf eine Wiederholung weckte, musste nach sechs Siegen, einem Unentschieden und elf Niederlagen gehen. Fünf Punkte Rückstand auf Rang elf zwangen Sportdirektor Christoph Schößwendter zum Handeln. Interimstrainer ist der bisherige Assistent Andreas Gahleitner, der diesen Job auch schon bei Scheiblehner hatte.

Weder Meister Sturm Graz noch Vizemeister Red Bull Salzburg präsentierten sich Sonntag wie eine Spitzenmannschaft. Sturm hatte im ausverkauften steirischen Derby bei Hartberg bis zur 81. Minute keine Torchance, ehe Hartbergs Tobias Kainz mit einem unnötigen Foul an Joker Maurice Malone Sturm zu einem Elfmeter und zum Sieg verhalf. Denn Otar Kiteishvili, der auf der Bank begann, mit Malone nach 54 Minuten eingewechselt wurde, ließ sich diese Chance nicht entgehen, schickte Hartbergs Tormann Tom Ritzy Hülsmann ins falsche Eck. Trainer Manfred Schmid ärgerte sich über die erste Niederlage nach sechs Runden sehr, sagte nach Schlusspfiff Daniel Pfister die Meinung, bekam die rote Karte. Sturm kann Mittwoch durch einen Heimsieg im Nachtragsspiel gegen WSG Tirol mit zwei Punkten Vorsprung Tabellenführer werden.

Denn Salzburg holte aus den letzten drei Runden, in denen kein Sieg gelang, nur zwei Punkte, ließ beim 1:1 (1:1) in Altach zwei liegen.  Vor allem aus eigenem Verschulden, weil zu viele Chancen vergeben wurden, weil Frans Kraetzig bei Altachs Tor nach einem Eckball gegen Altachs Innenverteidiger Paul Koller ganz schlecht aussah und weil ein klares Elfmeterfoul an Petar Ratkov, der Salzburg vor der Pause in Führung brachte, nach 65 Minuten übersehen wurde. Schiedsrichter Christian Petru Chiochirca mag nicht gesehen haben, dass Verteidiger Sandro Ingolitsch  den Fuß des Serben traf. Aber der VAR hätte es erkennen und den Referee zum On Field Review schicken müssen. Das tat Manuel Schüttengruber nicht. Wenn es Ärger und Wirbel um den VAR gibt, ist meistens er involviert. Kein Wunder, dass Trainer Thomas Letsch auf 180 war, wie er zugab. Bemerkenswert: Das Durchschnittsalter der Feldspieler in der Startbesetzung betrug nur 20,7 Jahre. Stefan Lainer pausierte, der dänische Innenverteidiger Jacob Rasmussen und Karim Onisiwo waren auf der Bank. Im Abwehrzentrum spielten ein 19 jähriger (Yannik Schuster) und ein 18 jähriger  (Joane Gadou).

 

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