Fußball

Daheim verlor Rapid gegen Ried zuletzt vor zwölf Jahren: „Es liegt nur an uns, ob wir ins Finale kommen!“

Erstmals seit zwölf Jahren fehlt Red Bull Salzburg im Semifinale des Uniqa-Cups. Wer wird am 30. April im Klagenfurter Wörthersee-Stadion das Endspiel bestreiten? Es spricht einiges dafür, dass es Rapid Mittwochabend vor 20.000 Zuschauern in Hütteldorf gegen Ried schafft. Donnerstag folgt im ausverkauften Liebenau-Stadion das Duell zwischen Sturm Graz und LASK, das es Sonntag in der neuen Linzer Raiffeisen-Arena erneut geben wird. Dann um Punkte. Sturm konnte die letzten drei Spiele gegen den LASK nicht gewinnen, Rapid verlor gegen Ried zuletzt am 26. Oktober 2011 ein Heimspiel. Noch im Hanappi-Stadion, 1:2 im Cupachtelfinale nach Verlängerung. Seit damals gewann Grün-Weiß alle 15 Heimspiele gegen die Innviertler. Von einem Glücklos wollte Trainer Zoran Barisic trotzdem nicht reden. Das hat nicht nur mit den letzten Niederlagen gegen Sturm und Austria zu tun, sondern auch mit Erinnerungen an letzte Saison. Damals galt Hartberg als Glücklos, aber Rapid leistete sich im Viertelfinale einen Selbstfaller, verlor nach 1:0-Führung 1:2 (1:1).  Damals wegen der Pandemie vor nur 2000 Zuschauern, Mittwoch sind es 20.000: „Wir werden die Energie unserer Fans brauchen“, behauptete Barisic.

Ried kämpft um das zweite Cupfinale hintereinander. Der neue Trainer Maximilian Senft behauptete, der Spirit in der Mannschaft sei so gut, dass es der große Außenseiter schaffen könnte. 2022 gab es ein 0:3-Niederlage gegen Salzburg. Einer der Verlierer, Ante Bajic (Bild oben) spielt jetzt bei Rapid. War Vater des Aufstiegs ins Semifinale, weil er beim 3:1 in Wolfsberg in der Verlängerung innerhalb von drei Minuten zwei Tore erzielte. Mit gekonnten Hebern. Rapid hofft auf sein erstes Endspiels seit vier Jahren. Von der Besetzung, die damals Salzburg 0:2 gewann, ist nur noch Christoph Knasmüllner, der damals nach 64 Minuten eingewechselt wurde, noch dabei. Dürfte aber nach der schwachen Leistung in Graz nicht erste Wahl sein. „Finalerfahrung“ bei Rapid hat außer Knasmüllner und Bajic keiner. Klar, dass für Kapitän Guido Burgstaller sein erstes Endspiel in der Kärntner Heimat etwas besonders bedeuten würde: „Wir haben eine große Chance. Wenn wir unser Leistungsniveau erreichen, schaffen wir es. Aber leicht wird es nicht!“ Burgstaller, der bei Rapids letzter Heimniederlage gegen Ried durchgespielt hatte, verhehlte nicht, dass er bei seinem Herzensverein etwas hinterlassen will. Den ersten Titel seit 2008, den ersten Cupsieg seit 1995. Das wäre der insgesamt 15.

Barisic kündigte personelle Veränderungen an. Nicolas Kühn und Ferdy Druijf, zuletzt nicht im Kader, könnten auf der Bank sitzen, Kühn dürfte dem Comeback etwas näher sein. Für den Deutschen wäre es der erste Einsatz in diesem Jahr: „Ich will eine Mannschaft sehen, die brennt“, forderte der Trainer, „es liegt nur an uns, ob wir den Aufstieg schaffen!“ Acht Hartberg-Verlierer (Thorsten Schick, Martin Moormann, Jonas Auer, Knasmüllner, Dejan Petrovic, Marco Grüll, Oliver Strunz und Druijf) haben etwas gutzumachen.

 

Foto: Gepa/Admiral.

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