Fußball

Dank Alajbegovic hat Salzburg ein „Endspiel“ mit Mini-Chance

Nur 6700 Zuschauer bei minus sechs Grad auf den Tribünen bekamen den zweiten Heimsieg des FC Salzburg in der Europa League zu sehen. Das 3:1 (3:0) gegen den Schweizer Meister FC Basel brachte in der letzten Runde nächsten Donnerstag ein „Endspiel“ um einen Play-off-Platz im Villa-Park von Birmingham gegen Aston Villa, den Dritten der Premier League, der sich durch ein 1:0 (1:0) in Istanbul gegen Fenerbahce schon für das Achtelfinale qualifizierte, was auch Olympique Lyon schaffte. Salzburg braucht einen Sensationssieg. Aber vielleicht bringt Unai Emery, der spanische Trainerstar, nicht seine beste Besetzung, weil er bei dem dichten Spielplan einige Stars schonen wird. Das ist auch eine kleine Hoffnung.

Sieben Spieler zwischen 18 und 21 standen in Salzburgs bisher jüngster Startelf im Europacup, der jüngste, Kerim Alajbegovic brachte Salzburg in den ersten zwölf Minuten auf die Siegesstraße: Nach vier Minuten traf er nach einem katastrophalen Fehlpass des Ex-Salzburgers bei Basel, Flavius Daniliuc, mit links. Der Schuss wurde noch abgefälscht. Acht Minuten später traf er aus 17 Metern mit rechts unter die Latte. Der 18 jährige Bosnier bestätigte sich als einziger Unterschiedsspieler von Salzburg. Da er schon vor Wochen seinen Abschied zum Saisonende ankündigte, muss man sagen: Genießt ihn, solange es noch geht. Frans Kraetzig erzielte das 3:0, Yorbe Vertessen traf einmal die Latte. Salzburg hätte zur Pause höher führen müssen – die einzige Kritik an Salzburgs starker Leistung mit viel Laufarbeit, Dynamik und Pressing. „Wir haben unsere Stärken auf den Platz gebracht“, lobte Trainer Thomas Letsch.

Ein unglückliches Eigentor von Innenverteidiger Jannik Schuster durch eine missglückte Abwehr mit dem linken Fuß brachte Basel nach der Pause besser ins Spiel, aber Salzburg spielte den Vorsprung heim. Das bedeutet Platz 28 vor der letzten Runde, Rang 24 müsste es werden. „Mit etwas Glück gegen Porto und Ferencvaros könnten wir weiter oben liegen“, meint Alajbegovic. Vor Sturm liegen der FC Basel, Sturm-Bezwinger Feyenoord, Ludogorez Razgrad aus Bulgarien und Celtic Glasgow. Basel spielt nächsten Donnerstag daheim gegen Viktoria Pilsen, Feyenoord in Sevilla gegen Betis, Ludogorez daheim gegen OGC Nizza, Celtic in Glasgow gegen Utrecht. Nizza und Utrecht zählen  ebenso wie Sturm zu den sechs Mannschaften, die keine Chance mehr haben, ins Play-off zu kommen.

Ins Play-off kam Marko Arnautovic mit Roter Stern Belgrad durch ein 1:0 (1:0) beim Nachzügler Malmö. Er bereitete das Siegestor des 17 jährigen Vasilje Kristov vor. Ex-Rapid-Kapitän Dejan Ljubicic muss mit Dinamo Zagreb trotz 4:1-Heimsieg gegen FCSB Bukarest, bei dem Ex-Rapidler Dion Beljo zwei Tore erzielte, noch zittern. Ljubicic wurde nach 61 Minuten ausgewechselt. Ex-LASK-Tormann Tobias Lawal gewann mit Genk in Utrecht 2:0 (0:0), Ex-Rapidler Nikolas Sattlberger wurde eingewechselt.

 

Foto: FC Salzburg/Klaus Huber.

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