Das letzte Spiel im erfolgreichsten Jahr der Klubgeschichte von Crystal Palace war nur zum Ärgern. Weil es in einem Spiel, das normal nicht zu verlieren war, obwohl fünf Stammspieler fehlten, eine Niederlage gab. Der Gesichtsausdruck von Oliver Glasner nach dem 0:1 (0:1) im London-Derby gegen Tottenham bei der Gratulation an Sieger Thomas Frank sagte alles. Tottenham verbesserte sich mit dem glücklichen Sieg von Rang 14 auf elf, kam bis auf einen Punkt an die Verlierer, die auf Rang neun blieben, heran. Das einzige Tor fiel nach dem ersten Eckball für die „Spurs“ knapp vor der Pause durch den 19 jährigen Archie Gray per Kopf. Zuvor traf er in der Premier League nie. Zu diesem Zeitpunkt hätte Crystal Palace als dominierende Mannschaft schon in Führung liegen müssen. Die größte Chance ließ Torjäger Jean Philippe Mateta per Kopf aus. Er wartet seit fünf Spielen auf einen Torerfolg. Genauso lange Crystal Palace auf einen Sieg. Auch in der zweiten Hälfte fehlten zweimal nur Zentimeter zu einem Tor der „Eagles“. In der Premier League war es die dritte Niederlage in Folge nach dem 0:3 gegen Manchester City und dem 1:4 in Leeds, letzten Dienstag gab es noch das unglückliche Scheitern im Viertelfinale des League-Cups bei Premier League-Tabellenführer Arsenal im Elfmeterschißen. Der bisher letzte Sieg gelang am 7. Dezember auswärts gegen Fulham. Das Londoner Duell wird am Neujahrstag das erste Spiel für Crystal Palace im neuen Jahr.
Bei Tottenham kam Österreichs Teamverteidiger Kevin Danso (Bild) zu seinem ersten Startelfeinsatz seit 2. Dezember. Durch die Sperre von Kapitän Cristian Romero nach der roten Karte beim 1:2 gegen Liverpool war ein Platz im Abwehrzentrum frei. Danso sah schon in der fünften Minute für ein Foul die gelbe Karte. Glasner reklamierte sogar die rote wegen Torraubs als letzter Mann, der Danso aber in der Szene nicht war, weil auch der spanische Rechtsverteidiger Pedro Porro noch eingreifen könnte. Er war danach der Herr der Lüfte,köpfte unzählige hohe Bälle weg, fiel auch mit seinen weiten Outeinwürfen auf. Nach einer Stunde begann Glasner alle Offensivpieler,die er auf der Bank hatte, einzuwechseln. Half trotz sieben Minuten Nachspielzeit nicht. Die Müdigkeit war nicht zu übersehen. Frank brachte zusätzliche Defensivspieler, im Finish brachte Tottenham den Vorsprung mit einer Fünferabwehr über die Zeit. Mit totalem Risiko hätte Crystal Palace fast noch das zweite Tor kassiert.
Foto: Crystal Palace.