Fußball

Das LASK-Fieber muss rasch beendet werden

In Deutschland regiert wieder das Fußball-Fieber statt der Virus-Panik,. Die Startrunde widerlegte eigentlich alle in Österreich aufgestellten Behauptungen, man brauche mindestens zwei Wochen, wenn nicht noch mehr Mannschaftstraining, um matchfit zu sein. In  Deutschland reichte eine Woche, um auch ohne Emotionen von den Rängen ordentliche Leistungen abzuliefern. In Österreich regiert vorerst noch das LASK-Fieber. Mit der  Frage, wie hart der Tabellenführer, der am lautesten mehr Zeit für Mannschaftstraining gefordert hatte, für sein grobes Foul, damit zu früh begonnen zu haben, bestraft wird. Damit ist der Strafsenat der Bundesliga gefordert, dieses Fieber mit einem ordentlichen Verfahren rasch zu beenden. Was rasch bedeutet, sprach bereits Ligavorstand  Christian Ebenbauer aus. Bis zum 2. Juni, bis zum Neustart mit dem Play-Off. In zwei Wochen müsste sich das ausgehen.

Alles, was  bisher rund um den Linzer Sündenfall passierte, bedeutet einen Imageschaden für die Liga. Auch die versuchte Offensive von LASK-Präsident Siegmund Gruber (Bild oben), der seinen Klub in einer rechtlich guten Situation sieht, ohne dies zu begründen, und andeutete, auch andere Klubs hätten sich nicht an die Vorgaben, nur in kleinen Gruppen ohne Körperkontakt zu trainieren, gehalten. Ohne dies bisher beweisen zu können. Nur einen Verdacht in den Raum zu stellen, macht kein gutes Bild. Ebenso die lauten Rufe nach drakonischen Strafen für die Linzer, wenn sie aus Richtungen kommen, die sich von einem Punkteabzug als Urteil sportliche Vorteile erhoffen. Damit ist nicht Meister Red Bull Salzburg gemeint. Manche kreierten sogar Ideen für neue Strafen. Etwa auf einen Punkteabzug zu verzichten, dafür aber den LASK auf jeden Fall nach der Saison von der Europacupteilnahme auszuschließen. Weil dies die Linzer am härtesten treffen würde. Diese Sanktion ist allerdings in der Rechtsordnung des ÖFB nicht vorgesehen. Den Linzern einen Vorwurf daraus zu machen, an ein Trainingslager in Schweden gedacht zu haben, weil dort mehr „erlaubt“ ist als in Österrech, kann man auch durchaus als überzogen sehen. Der fallen gelassene „Schweden-Plan“ ist eher ein Hinweis darauf, warum der LASK Konkurrenten, die bessere finanziellen Möglichkeiten haben,  zuletzt schlecht aussehen ließ. Das soll nicht das von Gesundheitsminister Rudolf Anschober verurteilte schwere Foul des Tabellenführers entschuldigen.

Das LASK-Thema gehört vom Tisch, bevor der Fußball wieder rollt. Montag stellt sich noch ein anderes: Spielt die zweite Liga die letzten elf Runden der Saison oder gibt es den Abbruch, der auch das Ende der Liga in dieser Form mit 16 Klubs bedeute könnte? Zuletzt zeichnete sich eine Tendenz zum Weiterspielen ab. Auch Vorwärts Steyr will jetzt weiter machen. Ebenbauer schätzte die Chancen mit 50:50 ein. Der Abbruch wäre der nächste Imageschaden.

 

 

Foto: LASK.

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