Fußball

Das VAR-Geständnis ändert nichts an Rapids Problemen

Der Elfmeter für den GAK beim 2:1 gegen Rapid in Hütteldorf war eine Fehlentscheidung. Das Geständnis via VAR-Report am Tag danach bringt Rapid nichts, ist aber aus einem anderen Blickwinkel bemerkenswert: Im September glich der GAK daheim zum 1:1 gegen Rapid durch einen umstrittenen Elfmeter aus, den Referee Harald Lechner nach Intervention von VAR Manuel Schüttengruber verhängte. Diesmal griff VR Alen Kijas nicht ein, sah im Elfmeterpfiff von Stefan Ebner zur 1:0-Führung der Grazer offenbar keine schwere Fehlentscheidung. Rapid hätte jedenfalls auch ohne Niederlage über die schwache Leistung mit insgesamt zehn Legionären, sechs in der Startelf und vier, die von der Bank kamen, nachdenken müssen. Trainer Peter Stöger (Bild) versicherte, nicht planlos zu sein, sondern zu wissen, wie man das hinkriegen kann.

Viel vor den TV-Kameras redete Sonntag danach Mittelfeldspieler Lukas Grgic, womit er auffälliger war als mit allen seinen Aktionen während des Spiels. Unter anderem verriet er, was ihn anzipft: „Dass man keine Verantwortung übernehmen will. Das ist am Platz so und außerhalb vom Platz auch!“ Sein Mitteilungsbedürfnis in allen Ehren, aber wenn man auf seine Statistik in dieser Saison schaut, dann wäre Stöger gut beraten, ihn nich in der Startelf zu bringen. Wenn dies passierte, gab es mit Ausnahme des 4:2 gegen Decic Tuzi aus dem Montenegro in der Qualifikation zur Conference League nur Niederlagen. Etwa in Györ oder in der Conference League zuletzt bei Polens Meister Lech Posen und Uni Craiova oder Sonntag gegen den GAK. Mit Rapids zwei Siegen gegen Meister Sturm Graz hatte Grgic nichts zu tun, bei denen spielte er nur eine Minute. In beiden Partien gegen Dundee nur 26. Daraus sollte man doch die richtigen Schlüsse ziehen. Viele glauben noch immer, dass der 30 jährige im zentralen Mittelfeld quasi „unverzichtbar“ sein soll.

Dem Donnerstag-Gegner in der Conference League, Rakow Czestechowa, Sechster in der polnische Ekstraklasa, geht es sportlich auch nicht wirklich gut. Am Samstag gab es eine 1:3-Heimpleite gegen den Vorletzten Piest Gliwice.

Foto: Gepa/Admiral.

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