Das norwegische Wunder Bodö Glimt ist in der Champions League noch nicht zu Ende, geht weiter. Italiens überlegener Tabellenführer, Vorjahrsfinalist Inter Maiand, kam ohne seinen verletzten argentinischen Weltmeister Lautaro Martinez, nie einem Aufstieg unter die letzten 16 wirklich nahe, war zwar im San Siro-Stadion ständig überlegen, ohne klare Chncen herausspielen zu können. Daher gab es die zweite Niederlage. Auf das 1:3 in Norwegen folgte eine 1:2 (0:0)-Heimniederlage, wo Italien das größte Debakel seit 38 Jahren droht. Erstmals seit 1988 kein Klub aus der Serie A im Achtelfinale von Europacup der Meister und deer folgenden Champions League.
Ein Blackout von Inters Innenverteidiger aus der Schweiz, Manuel Akanji, leitete die schlimme Inter-Pleite ein. Jens Petter Hauge traf in der Stadt, in der er 2020/21 Legionär bei Inters Erzrivalen Milan war, ehe er zu Entracht Frankfurt kam. Mit einem Stangenschuss wurde Akanji endgültig zur tragischen Figur, ehe das entscheidende 0:2 nach einem Superangriff durch Mittelfeldspieler Haakon Evjen nach Pass von Hauge fiel. Der Anschlusstreffer durch Alessandro Bastoni änderte nichts. Die 3000 Fans aus der 44.000 Einwohner-Stadt unter 80.000 Zuschauern waren in Euphorie über einen historischen Triumph: Erstmals seit 1987 überstand eine norwegische Mannschaft ein k.o.-Duell im Meisterbewerb, stürzte Inter ins blau-schwarze Elend. Bodö stieg mit dem Gesamtscore von 5:2 auf, trifft im Achtelfinale auf Manchester City oder Sporting Lissabon. „Große Tage für Norwegen“, jubelte Ex-Rapidler Jan Age Fjörtoft als Experte im Sky-Studio. Gegen Manchester gewann Bodö am 20. Jänner in der vorletzte Runde der Ligaphase 3:1. Der erste Sieg von Bodö in der Champions League, drei in Serie gegen Mannschaften aus Europas Topligen folgten.
Auch Atletico Madrid, Leverkusen und Newcastle stiegen ins Achtelfinale auf. Atletico bezwang Club Brügge nach dem 3:3 in Belgien 4:1 (1:1), wobei der 30 jährige Norweger Alexander Sörloth mit einem Hattrick der große Held war. Für RB Leipzig war er nicht gut genug, daher wechselte er nach Spanien. Atletico ist seine dritte Station nach Real Sociedad und Villarreal, zahlte für ihn 24 Millionen Ablöse. Leverkusen reichte mit Ex-Salzburg-Legionär Janis Blaswich im Tor nach dem 2:0 in Athen ein torloses Unentschieden gegen Olympiakos. Bei Newcastle gab es schon vor Anpfiff keine Zweifel. Auf das 6:1 in Baku gegen Qarabag Agdam folgte im St. James Pak ein 3:2 (2:0), wobei Ex-Rapidler Joelinton das 2:0 erzielte. Atletico trifft im Achtelfinale auf Liverpool oder Tottenham, Leverkusen auf Arsenal oder Bayern München, Newcastle auf Barcelona oder Chelsea.
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