Fußball

Das zählt wie ein Sieg: In Dublin von 0:2 auf 2:2, weiter Erster!

Es wurde zwar nicht wie erhofft der dritte Sieg hintereinander, aber die erfolgreiche Aufholjagd von Österreichs Team vor 45. 784 Zuschauern im Aviva-Stadium von Dublin vom 0:2-Pausenrückstand zum 2:2 gegen Irland zählt wie ein Sieg. Denn die Leistung erinnerte speziell im Finish an die starken bei der Europameisterschaft 2024. Daran hatte auch das glückliche Händchen von Teamchef Ralf Rangnick seinen Anteil, der mit Alexander Prass und Michael Gregoritsch beide Torschützen einwechselte. Durch die Aufholjagd bleibt Österreich auf Platz eins. Auch im anderen Spiel gab es ein Unentschieden: Kosovo, am Sonntag in Pristina Österreichs Gegner, schaffte in Debrecen gegen Israel nur ein 0:0. Nur noch Österreich ist in dieser Gruppe ungeschlagen, der Kurs Richtung Aufstieg stimmt.

Es gab sechs Umstellungen gegenüber dem Heimsieg  gegen Kosovo. Florian Wiegele kam ins Tor, Stefan Posch, Philipp Lienhart und Philipp Mwene begannen in der Abwehr, Carney Chukwuemeka kam zu seinem ersten Einsatz von Beginn an. Erstmals in dieser Saison gehörte auch Sasa Kalajdzic zu den ersten Elf. In der Mannschaft blieben Innenverteidiger David Affengruber, Xaver Schlager und Nicolas Seiwald im zentralen Mittelfeld,  Patrick Wimmer und Romano Schmid an den Außenpositionen. Dank Betis Sevilla-Stürmer Troy Parrott gelang den Iren der bessere Start: Er ließ beide Innenverteidiger und Seiwald schlecht aussehen, nach zwölf Minuten lag Österreich zurück. Nach einer Unterbrechung wegen einer Pro Palästina-Aktion von irischen Fans kam Österreich durch Wimmer nach Kalajdzic-Vorarbeit zur Ausgleichschance, scheiterte aber an Tormann Caiomhin Kelleher. Österreich war die bessere Mannschaft, doch knapp vor der Pause kam Irland zur billigen 2:0-Führung: Nach Mwenes Querschläger im eigenen Strafraum foulte Seiwald Ryan Manning, daher Elfmeter, bei dem Parrott Wiegele ins falsche Eck schickte.

Rangnick reagierte mit einem Dreifachtausch. Max Wöber in der Abwehr statt Affengruber bedeutete mehr Stabilität, Konrad Laimer statt Seiwald im Mittelfeld mehr Zweikampfstärke, Energie und den vierten Kapitän im dritten Spiel. Auch Gregoritsch konnte nur besser als Chukwuemeka sein. Aber es gab kein Durchkommen gegen Irlands Abwehr. Daher  brachte Rangnick nach 67 Minuten Alexander Prass, der bei Hoffenheim in dieser Saison keinen Einsatz in der Bundesliga hatte, für Schmid. Prass avancierte zum belebenden Element, traf  nur sieben Minuten nach der Einwechslung zum Anschlusstor. Die Vorarbeit kam von Wimmer, der vor Irlands Strafraum den Ball erkämpfte, ihn im zweiten Versuch zu Prass brachte. Der nutzte dies zu seinem ersten Tor im Teamdress. Fünf Minuten später vor dem Ausgleich, als Gregoritsch bei einem Freistoß von der Strafraumgrenze Kelleher im Tormanneck überraschte. Sein 25. Tor für Österreich. Kurz darauf verhinderte Wiegele Irlands Führung, ehe Österreich dominierte, zu Siegeschancen kam. Die Gregoritsch und Prass nicht verwerteten. Kalajdzic, der nur für eine Stunde vorgesehen war, spielte erstmals in dieser Saison durch. Seine Kopfballstärke war gegen die Iren wichtig.

„In der ersten Hälfte war zu wenig Energie am Platz“, kritisierte Rangnick, „hatten wir fast immer das Nachsehen“. Deshalb fielen zur Pause auch klare Worte: „Nach der Pause war es besser,speziell im Finish. Wir hätten auch gewinnen können“. Xaver Schlager bezeichnete den Sieg als „ganz wichtig für die Moral“. Recht hatte er Aber wirklich zufrieden war keiner. Es wurde dem dritten Sieg nachgetrauert. Auch beim nächsten Gegner Kosovo gab es die große Rotation: Sieben Umstellungen von Teamchef Franco Foda, so begannen mit Dion Kacuri (Austria Lustenau) und Valerin Matoshi (Sturm Graz) zwei Legionäre aus der österreichischen Bundesliga. Den Sieg brachte es nicht, Israel eroberte den ersten Punkt.

In der Nations League A feierte Deutschland in München gegen Serbien mit 2:0 (0:0) den ersten Sieg unter Jürgen Klopp. Aber Griechenland blieb mit dem 2:2 (2:0) gegen Holland Tabellenführer. Portugal feierte auch ohne Cristiano Ronaldo den dritten Sieg im dritten Spiel – 4:2 (2:1) in Kopenhagen gegen Dänemark. Wales bezwang in Cardiff Norwegen 2:1 (1:1).

Foto: ÖFB/Johannes Friedl.

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