Fußball

Der Austria könnte ein neues Sponsoren-Thema drohen!

Die Wiener Austria beginnt am Dreikönigstag  mit der Vorbereitung auf die Frühjahrssaison. Bis dahin kann es noch Aufreger geben. Etwa, wenn die Mehrheit im neunköpfigen Aufsichtsrat der Austria AG am Dienstag fachliche Gründe „erfindet“, um den von den Investoren auf der Generalversammlung einstimmig vorgeschlagenen Berliner Tomas Zorn als Sportvorstand abzulehnen. Die Investoren haben im Aufsichtsrat vier Sitze. Wenn einer, der mit Teamchef Ralf Rangnick zusammenarbeitete, als nicht gut genug eingestuft werden sollte, dann ist das gegen den in Österreich dominierenden aktuellen Trend. Aber dann haben die Investoren das Recht, einen anderen Kandidaten zu nominieren, der akzeptiert werden muss.  Das hätte dann sicher ein noch größeres Konfliktpotenzial. Der neue Sportvorstand wäre ja der „Vorgesetzte“ des von Finanzvorstand Harald Zagiczek eingesetzten Sportchefs Michael Wagner.

Austrias Präsident Kurt Gollowitzer ist stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats. Sollte stimmen, dass Gollowitzer bald als Geschäftsführer der „Wien-Holding“ abgelöst wird, wie der „Kurier“ vor Weihnachten vermeldete, dann könnt das auch problematisch für die Austria werden. Denn Gollowitzer hatte maßgeblich den Sponsorvertrag der Austria mit die „Wien Holding“ gefördert, der pro Saison 1,3 Millionen Euro bringt. Was passiert, wenn Gollowitzers Nachfolger bei der Holding an einer Verlängerung des 2026 auslaufenden Vertrags nicht interessiert sein sollte? Das wäre nicht gut für die Austria, sondern könnte sogar bedrohlich werden. Obwohl die Stadt Wien heuer die Generali-Arena vond er Austria um 39,5 Millionen zurpckholt. Für die Benützung muss die Austria eines Jahresmiete von 1,4 Milionen zahen.

Angesichts dieser Vorzeichen wird bei Austria sicher das Trainierthema nicht aktuell werden. Es gibt auch keine sportlichen Gründe, über Stephan Helm nachzudenken. Denn mit einem Punkteschnitt von 1,74 nach 61 Spielen ist Helm der erfolgreichste Austria-Trainer seit der Meistersaison 2012/13.  Damals hatte Peter Stöger einen von 2,31. Den schaffte keiner seiner Nachfolger. Weder Nenad Bjelica (1,31), Herbert Gager (1,69), Gerald Baumgartner (1,45), Andi Ogris (1,23), der Deutsche Thorsten Fink (1,60), Thomas Letsch (1,49), Robert Ibertsberger (1,09), Christian Ilzer (1,38), Manfred Schmid (1,26) und Michael Wimmer (1,49). Wobei man bei Gager, Ogris und Ibertsberger berücksichtigen muss, dass sie während der Saison einspringen mussten. Stöger selbst musste sich  in seiner zweiten Austria-Trainerära (2020/21) mit einem Schnitt von 1,54 begnügen. Am besten hielt sich der aktuelle Helm-Assistent Christian Wegleitner: Er gewann als Interimslösung nach Wimmer im Frühjahr 2025 alle vier Spiele, hat als einziger eine weiße Weste.

Foto: Yigit Örme.

3

Meist gelesen

Nach oben