Das 3:0 (1:0) von Österreichs WM-Gegner Algerien im ersten Gruppenspiel des Afrika-Cups in Rabat gegen den Sudan war der 16. Sieg im 21. Spiel unter dem ehemaligen Teamchef der Schweiz, dem Kroaten Vladimir Petkovic (Bild). Der Blick auf die Startelf zeigt, welches Kaliber auf das Team von Ralf Rangnick am Sonntag, den 28. Juni, in Kansas City warten wird: Neun Legionär aus Europa, bis auf Tormann Luca Zidane von Spaniens Zweitligist Granada und Mittelfeldspieler Ismail Bennacer von Dinamo Zagreb alle aus europäischen Topligen. Drei aus der deutschen Bundesliga, zwei aus Frankreichs Ligue 1, je einer aus Englands Premier League und Italiens Serie A. Eingewechselt hat Petkovic weitere vier Legionäre aus Europa. Zwei aus Holland, je einen aus Deutschland und der Schweiz. Zu den neun Europäern kamen noch der zweifache Torschütze, Altstar Riyad Mahrez, aus Saudiarabien von Als Nasr und Mittelstürmer Baghdad Bounedjah aus Katar von Al Shamel. Der prominenteste Zuschauer auf der Tribüne war Frankreichs Legende Zinedine Zidane. Sohn Luca hielt in seinem zweiten Länderspiel mit guten Reaktionen das „zu null“.
In Sachen Marktwert liegt Algeriens Startelf mit 134 Millionen nur um 8,5 unter dem von Österreich im entscheidenden Qualifikationsspiel gegen Bosnien. Ein Spieler mit 40 Millionen Marktwert wie Algeriens Linksverteidiger Rayan Ait Nouri von Manchester City gibt es bei Österreich nicht. Den höchsten hat Konrad Laimer mit 32. Den weist aber auch Algerien Stürmer Mohammed Amoura, ein Mitspieler von Patrick Wimmer bei Wolfsburg auf. Petkovic kann sich sogar den „Luxus“ leisten, einen mit 25 Millionen Marktwert auf der Bank zu lassen: Leverkusens 20 jähriger Mittelfeldspieler Ibrahim Maza , der nach seiner Einwechslung das dritte Tor erzielte. 25 Millionen wäre in Österreichs Team der zweithöchste Marktwert, fünf Millionen höher als der von Christoph Baumgartner. Es wird für Österreich ein hartes Stück Arbeit gegen die Algerier, die in ihrem zweiten Spiel beim Afrika-Cup am Sonntag auf Burkina Faso treffen werden.
Die zwei Spieler aus Österreichs Bundesliga kamen in den ersten Gruppenspielen nicht zu Einsatz. Austrias Lustenaus Stürmer Jack Lahne saß beim 1:1 von Sambia gegen Mali, das Ex-Salzburg-Torjäger Patson Daka durch ein Kopftor in der 92. Minute rettete, ebenso auf der Bank wie Rapids Mittelfeldspieler Martin Ndzie bei Kameruns 1:0 von Gabun. Es ist also bei Kameruns neuem Teamchef David Pagou offenbar so wie in den letzten Wochen bei Rapid: Ndzie ist nicht fit genug, um helfen zu können.
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