Fußball

Der erste Burgenländer beim Asien-Cup: Mit Hongkong qualifiziert

Nächstes Jahr wird beim Asien-Cup ein Burgenländer dabei sein. Das schaffte vor dem 42 jährigen Wolfgang Luisser noch kein Österreicher. Zu Bundesligazeiten von Grödig unter Adi Hütter war er Individualtrainer, danach Assistent von U 21-Teamchef Werner Gregoritsch, Co-Trainer bei Altach und in Barnsley unter Gerhard Struber. Als der aus demlaufenden Vertrag ausstieg, in die New Yorker Red Bull Filiale wechselte, war auch Luisser den Job los, ging zur Frustbewältigung auf eine Art Fußball-Weltreise. Blieb aus privaten Gründen in Hongkong hängen. Stieg auch wieder ins Fußballgeschäft ein. Zuerst bei der Jugend-Akademie von Inter Mailand, danach beim Spitzenklub Kitchee, dann beim Nationalteam. Unter einem norwegischen Teamchef: Der 59 jährige Jörn Andersen spielte zu aktiven Zeiten eine Saison (1990/91) unter Österreichs Ex-Teamchef Josef Hickersberger bei Fortuna Düsseldorf, war Schützenkönig in der Bundesliga. Als Trainer arbeitete Andersen nach Engagements in der Schweiz (Luzern), Deutschland (Karlsruhe, Kickers Offenbach, Mainz) und Griechenland (Larissa) 2015 bei Austria Salzburg, als Luisser bei Grödig war, ehe es ihn nach Asien verschlug. Teamchef in Nordkorea (!), dann beim südkoreanischen Klub Incheon, seit 2021 Teamchef in Hongkong. Seit April mit Luisser als Assistent.

Der erste Erfolg: Hongkong schaffte dieser Tage in Indien erstmals seit 42 Jahren die Qualifikation für die Endrunde des Asien-Cups. Bereits vor dem letzten Gruppenspiel gegen Indien, weil es zuvor in Kalkutta Siege gegen Afghanistan (2:1) und Kambodscha (3:0) gab. Jubel, Genugtuung und Zufriedenheit sind daher groß. Beim Treffen zwischen Luisser und Indiens Teamchef Keisuke Honda (Bild oben) gab es österreichische „Bezugspunkte.“ Der 36 jährige ehemalige Milan-Legionär, der noch 2020/21 in Brasilien bei Botafogo Rio aktiv war, gehört zum Honda-Familienunternehmen, das 2015 im Waldviertel große Pläne gewälzt hatte, bei Horn eingestiegen war, in fünf Jahren die Qualifikation für die Champions League schaffen wollte. Gemeinsam mit seinen Brüdern erwarb er 49 Prozent der Anteile am Regionalliga-Klub.  Vier Jahre später war das Projekt beendet. Ohne Aufstieg in die Bundesliga.

Bei der Rückkehr aus Indien wartet auf Luisser in Hongkong eine siebentägige Quarantäne. Auch die Qualifikation für den Asien-Cup bedeutete keine Befreiung von den strengen Corona-Vorschriften. Wo im Juni und Juli 2023 der Asien-Cup in Szene gehen wird, steht noch nicht fest. China legte wegen der Pandemie die Ausrichtung zurück.

Foto: WL.

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