Fußball

Der fünfte Rapid-Sieg unter Peter Stöger war der bisher wertvollste

Das erste Bundesligator von Claudy Mbuyi (Bild), letzte Saison bei St. Pölten Schützenkönig der zweiten Liga, sorgte für Rapids erste Sieg in Graz gegen Sturm seit sechs Jahren, bei dem Grün-Weiß zehn Minuten lang im Rückstand lag, aber dann mit zwei Treffern in drei Minuten das Match noch drehte. Der fünfte Sieg im sechsten Spiel unter Trainer Peter Stöger wer der bisher wertvollste, an dem Stöger mit einem geglückten Doppeltausch zur Pause seinen Antil hatte:  Mit Dominik Weilxelbraun und Mbuyi statt Kapitän Matthias Seidl und Andrija Radulovic kam neuer Schwung. In den ersten drei Minuten der zweiten Hälfte gab es drei Rapid-Torchancen, aber Sturm ging in Führung. Weil Jean Marcelin einen Schuss von Sturms Zentralfigur Otar Kiteishvili unhaltbar abfälschte. Marcelin ersetzte den angeschlagenen Nenad Cvetkovic im Abwehrzentrum, das war die einzige Änderung in der Startelf gegenüber dem 2:2 gegen Dundee United. Aber Rapid verfiel nicht in Schockstarre, sondern drehte mit einem Doppelschlag das Match. Immer dabei war außer Mbuyi auch der Norweger Petter Nosa Dahl.

Er traf zunächst von der Strafraumgrenze, als ihm Mbuyi den Ball servierte. Sturms neuer dänischer Tormann Oliver Christensen reagierte bei dem ersten Treffer, den er in der Bundesliga kassierte, nicht wirklich schnell. Chancenlos war er beim Siegestreffer von Mbuyi, zu dem Dahl den Assist leistete. Sturms Trainer Jürgen Säumel wechselte danach mit Seedy Jatta und Belmin Begaovic zwei neue Stürmer ein, aber nichts ging mehr: „Wir haben ein ordentliches Spie gezeigt“, fand Säumel,  „dass wir rauf dem Transfermarkt in der Spitze noch etwas tun müssen, da sind wir uns im Verein einig.“ Schön und gut, aber das hätte schon passieren müssen, um den Neuzugang bis zum Play-off für die Champions League halbwegs in die Mannschaft integrieren zu können. Sportchef Michael Parensen wirkt fast zu tiefenentspannt.

Das konnte eher Stöger sein: „Man hat gesehen, dass die Jungs bereit sind, viel Energie aufzubringen, auch wenn sie alle drei Tage spielen!“ Verärgert waren nur einige Rapid-Fans, die erst nach einer Viertelstunde ins ausverkaufte Stadion kamen. Weil die Polizei einige Fanbusse zwecks Identitätsfeststellungen auf der Fahrt zum Stadion aufhielt. Es soll beim Cupspiel in Innsbruck einen Vorfall gegeben haben. Donnerstag-Gegner Dundee United verlor in der schottischen Premiership daheim gegen Haerts of Midlothian durch ein Tor in der 94. Minute 2:3 (2:1). Beide Dundee-Treffer erzielt der Kroate Ivan Dolcek.

 

Foto: FotobyHofer/Christian Hofer.

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