Fußball

Der WM-Pokal als Zeichen des Aufbruchs in ein besonderes Jahr

193 Tage vor dem Endspiel der Fußball-WM stand der ÖFB-Campus in Aspern ganz im Zeichen des internationalen Fußballs: Das Gastspiel der 37  Zentimeter hohen und sechs Kilogramm schweren World Cup Trophy aus 18 karätigem Gold beschäftigte zudem die Exekutive, die alles absicherte. Auch weil Bundespräsident Alexander van der Bellen gemeinsam mit Fabio Cannavaro, dem Kapitän der italienischen Weltmeistermannschaft von 2006, der als Teamchef letztes Jahr Usbekistan zu seinem ersten WM-Ticket verhalf. Cannavaro überreichte van der Bellen den Pokal, den weltweit nur die Kapitäne des Weltmeisters, Staatsoberhäupter und der FIFA-Präsident berühren dürfen. Daher wurde van der Bellen als einzigem Österreicher diese Ehre zuteil, den dies sehr beeindruckte: „Ein wirklich großes Privileg, das ist ja die reinste Reliquie!“

Möglich machte es die sechste World Cup Trophy-Tour von WM-Sponsor Coca Cola, die zum zweiten Mal nach 2018  in Wien einen Halt machte. Damals bestaunte tausende Fußballfans im Rathaus die Trophäe. Die Tour begann am 3. Jänner in Saudiarabien, kam über Istanbul nach Wien. In Europa ist nach Österreich die Trophäe nur noch in Frankreich, Spanien und Portugal zu sehen, insgesamt dauert die Tour mit  70 Stopps 170 Tage. Mit Michael Gregoritsch und Marko Arnautovic sandten zwei Teamspieler Videobotschaften nach Aspern, Gregoritsch musste bei seinem neuen, alten Klub Augsburg statt nach Wien zu fliegen. Arnautovic erinnerte den Bundespräsidenten an seine Forderung, den 18. November zum nationalen Feiertag zu machen, weil Österreich sich an diesem Tag mit dem 1:1 gegen Bosnien erstmals nach 28 Jahren wieder für die WM qualifizierte. van der Bellen lud zwar Arnautovic in die Hofburg ein, verwies aber zur Vorsicht doch darauf, dies nicht allein entscheiden zu können.

Mit dabei in Aspern waren Damen-Teamtorhüterin Manuela Zinsberger, der ÖFB-Aufsichtsratvorsitzende Josef Pröll und Hermann Stadler, der U 17-Vizeweltmeister-Teamchef. Pröll bezeichnete diesen besonderen Tag als Aufbruch in ein besonderes Jahr. van der Bellen wünschte der Mannschaft von Teamchef Ralf Rangnick, dass sie den in der Qualifikation gezeigten Teamgeist beibehält. Er wollte keinen zusätzlichen Stress machen, aber angesprochen auf die Hoffnung, dass der Pokal mit Österreichs Mannschaft nach dem WM-Finale im Juli aus New York nach Wien zurückkehren wird, meinte er nur: „Alles ist möglich, man weiß nie, was dabei herauskommt!“

Foto: Coca Cola.

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