Fußball

Durch Rapids Absturz droht Zuschauerminus im Jahr eins der Reform

Vor drei Wochen klang es in der Bilanz der Bundesliga nach dem Grunddurchgang  etwas optimistisch. Weil die ersten vier Runden in diesem Jahr im Schnitt 525 Zuschauer pro Match mehr verzeichneten als zuvor die 18 im Herbst. Die Entscheidungsphase vor der Teilung in Meister-und Qualifikationsgruppe brachte einen positiven Effekt für die Besucherzahlen.  Der Kampf um Platz sechs ließ die Reformer in der Saison eins nach der Zehnerliga frohlocken. Weil nie zuvor so viel darüber berichtet wurde, wer unter die ersten sechs kommt. Das stimmt zwar, war aber dem Tief  von Rapid, Austria und Sturm Graz geschuldet. Keiner konnte vor Saisonstart annehmen, dass sie Probleme haben werden, unter die ersten sechs zu kommen.

Insgesamt waren 852 605 Fans gekommen, im Schnitt 6460. Aber nach den ersten drei Runden nach dem Grunddurchgang  sieht es so aus, dass der  positive Effekt verpufft und vorbei ist. Wenn sich die Tendenz der bisherigen 18 Partien fortsetzt, dann steht am Ende der ersten Reformsaison eher ein Zuschauerminus. In der Meisterrunde hatten nur drei Spiele mehr als 10.000 Zuschauer. Spitzenreiter war letzten Sonntag Salzburg – Sturm (11 153) vor Salzburg – Austria (10 288) und Austria – Sturm (10 150). Insgesamt sahen 60.737 Zuschauer die Spiele, bei denen es um Titel und Europacup-Platz geht. Im Schnitt 6748. Also ein höherer als im Grunddurchgang. Aber die Befürchtungen, dass der nicht zu halten sein wird, liegen auf der Hand. Platz eins und zwei sind trotz Punktehalbierung mit Red Bull Salzburg und dem LASK vor den letzten sieben Runden einzementiert,  der Kampf um Platz drei zwischen  Wolfsberg, St.Pölten, Austria und Sturm wird nicht für einen Zuschauerboom sorgen. Ein weiteres Problem.

Die zwei der 18 Partien mit dem besten Besuch fanden in der Qualifikationsgruppe statt: die Heimspiele von Rapid gegen Admira und Mattersburg mit 11.600 und 12.300 Zuschauern. Aber das bedeutet nicht einmal Ansätze so volle Ränge in Hütteldorf wie gewohnt. Gar nicht zu reden von den sechs Heimspielen zu Europa League. (Bild oben) mit einem Schnitt von 21 050 oder um bei nationalen Vergleichen zu bleiben beim 2:0 gegen Salzburg im Februar vor 19 400 Besuchern Im März und April war das Allianz-Stadion beim Zuschauerkrösus der Liga nicht einmal zur Hälfte gefüllt. 193 018 Besucher in den ersten 22 Runden bedeuteten zwar einen Rückgang von 6,62 Prozent gegenüber vergangener Saison, aber mit 17547 den mit Abstand besten Schnitt. Im Vergleich dazu verlor Rapid in jedem der zwei Heimspiele im Kampf um Platz sieben über 5000 Zuschauer. Der Schnitt liegt nur bei 11 950. Nicht einmal alle Abobesitzer sahen sich die Spiele an.

Die Fans haben der Mannschaft den verpassten Sprung unter die ersten sechs nicht verziehen. Das wird sich mit einer Ausnahme nicht ändern, bedeutet auch einen merkbaren finanziellen Verlust,  Die Ausnahme: Das Finale des Uniqa-Cups am 1. Mai in Klagenfurt gegen Salzburg. Das wird Österreich-weit der Ticketseller im Frühjahr, zu hundert Prozent das bestbesuchte Spiel. Bisher sind knapp über 13.000 Tickets weg. Aber das zählt nicht für den Besucherschnitt der Liga. Der betrug in den neun Partien der Qualifikationsgruppe 5072. Die sechs ohne Rapid-Beteiligung sahen nur 14 336 Fans, im Schnitt 2389. Die Play-off-Spiele um den letzten Europa League-Platz als Zuschauerhit? Vielleicht, wenn Rapid das Cupfinale verliert, nur über das Europa League-Playoff mit theoretisch möglichen Wiener Derbys gegen Austria die Qualifikation für den Europacup schaffen kann.

Foto: © SK Rapid Wien Media .

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