Fußball

Ein „anderer“ Aufsteiger als Attraktion: Wacker Innsbruck

Freitag beginnt auch die zweite Liga. Die Trainer der 16 Klubs, zu denen auch Ex-Rapidler Mario Sonnleitner beim Floridsdorfer AC gehört, tippten bei der Frage nach dem Aufsteiger, meist auf Blau Weiß Linz, die Vienna oder St. Pölten. Blau Weiß und die Vienna haben die Mannschaften total umgebaut, Viennas Sportchef Dieter Elsneg holte 13 Neue, es gab 14 Abgänge. Zwei Trainer nannten auch den Aufsteiger: Wacker Innsbruck ist kein klassischer, sondern ein anderer. Der die besten Zuschauerzahlen am Tivoli haben wird (in der Aufstiegssaison waren es 3300 im Schnitt), von einem US-Partner profitiert und beim Comeback im Profifußball nach vier Jahren an den Durchmarsch in die Bundesliga denkt. Sportchef Jakob Griesebner formulierte es klar: „Wir würden uns nicht dagegen wehren!“

Bisher schaffte Wacker mit dem 37-jährigen Trainer Sebastian Siller, für den der Traditionsklub die erste Station ist, den perfekten Durchmarsch von der fünften in die zweite Liga. Letzte Saison mit einem Punkterekord von 86.  Kein Zweifel, das hängt auch mit dem strategischen Partner Los Angeles FC, einem vor zwölf Jahren gegründeten Klub aus der nordamerikanischen Major League Soccer, zusammen. Los Angeles arbeitet auch mit Bayern München zusammen, stieg im Frühjahr 2023 bei Wacker Innsbruck ein, verkaufte heuer seine Anteile am Schweizer Traditionsklub Grasshoppers Zürich nach China, konzentriert sich mit seinem internationalen Netzwerk in Uruguay, Gambia. Senegal und Kamerun auf die Tiroler. Daher kamen jetzt die 20-jährigen Teamspieler aus Guatemala und Indonesien, Matt Evans und Adrian Wibowo, nach Innsbruck. Evans erzielte beim 2:0-Cupsieg gegen Reichenau bereits einen Treffer. Im Tor steht als GAK-Leihgabe der 20-jährige Juri Kirchmayr, letzte Saison beim FAC zum besten Tormann der Saison gewählt. Griesebner plant, noch zwei Stürmer und einen Mittelfeldspieler, zu holen.

Das ändert nichts daran, weiter zu einem Teil auf Tiroler Talente rund um Kapitän Rami Tekir zu setzen. Außer ihm spielten aus dem Kader noch sechs bereits im Profibereich. Zum Auftakt empfängt Wacker Innsbruck am Freitag im Westderby Schwarz-Weiß Bregenz. Zum letzten Mal war das Tivoli vor einem Jahr ausverkauft – beim 0:1 in der ersten Cuprunde gegen Rapid. Blau Weiß Linz gastiert Freitag bei den Young Violets, St. Pölten in Wien beim FAC. Die Vienna trifft am Samstag auf der Hohen Warte auf die zweite Mannschaft von Sturm Graz.

 

 

Foto: FC Wacker Innsbruck.

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