Fußball

Elfmeter rettete Sturm Graz einen Punkt! Erster Sieg von Hartberg

Nur ein steirischer Sieg in den zwei Bundesligaduellen gegen Vorarlberg am Samstag: Zunächst gewann Hartberg im Ländle gegen Altach 2:1 (1:0), dann kam Sturm in Graz vor 15.000 Zuschauern gegen Aufsteiger Austria Lustenau nur zu einem 1:1 (0:1). Ein nach 65 Minuten verwandelter Elfmeter von Seedy Jatta (Bild) rettete einen Punkt. Damit blieb Rapid ohne zu spielen Tabellenführer. Daran war eine Rapid-Leihgabe bei Lustenau beteiligt: Der 22-jährige Dominik Weixelbraun sorgte per Kopf nach 16 Minuten für die Führung. Es war bereits das zweite Saisontor von Weixelbraun. Es hätte auch das dritte fallen können. Aber bei der Chance zum 2:0 nach der Pause scheiterte Weixelbraun an Sturms Tormann Ammar Helac, der zum Einsatz kam, weil der Russe Danili Khudyakov wegen Rückenproblemen passen musste.

Aus dem Spiel heraus kam Sturm zu keinem Tor, nur durch den Elfmeter nach einem unglücklichen Handspiel von Lustenaus Verteidiger Fabian Gmeiner. Der Aufsteiger war bis zur Pause die bessere Mannschaft, hatte auch mehr Torschüsse als die Grazer. In der fünften Minute der Nachspielzeit sorgte eine Eckballserie noch für ein unrühmliches Ende: Lustenaus Tormann Domenik Schierl ließ sich gegen Sturm-Talent Luca Weinhandl, der ihn bei Eckbällen stets behindern wollte, zu einem Kopfstoß hinreißen. Nach einem VAR-Hinweis sah sich Referee Julian Weinberger die Szene am TV-Schirm an, zeigte ihm die rote Karte. Da Lustenau schon fünfmal gewechselt hatte, musste Stürmer Lenn Jastremski ins Tor, faustete den letzten Sturm-Eckball in der 98. Minute weg. Damit war Schluss. Ursprünglich sollten nur fünf Minuten nachgespielt werden. Lustenau-Trainer Markus Mader fühlte sich in Sachen Elfmeter von Weinberger und VAR Manfred Schüttengruber benachteiligt: „Es wäre für uns ein klarerer Handelfmeter zu geben gewesen, da wird mit zweierlei Maß gemessen. Schade, denn die große Sensation durch Lustenau wäre möglich gewesen.“ Aber dafür machte er fairerweise in erster Linie die vergebenen Chancen verantwortlich. Lustenau blieb erstmals seit 1997 auswärts gegen Sturm ungeschlagen.

Die ersten zwei Tore dieser Saison bedeuteten für Hartberg die ersten drei Punkte. Nach elf Minuten nutzte Angelo Gattermayr ein Missverständnis zwischen Altachs Kapitän Lukas Jäger und Torhüter Dejan Stojadinovic zur Führung. Die letzte Aktion des Spiels in der dritten Minute der Verlängerung sicherte nach einem Outeinwurf für Altach durch den slowenischen Mittelfeldspieler Benjamin Markus nach Pass von Marco Hoffmann den Sieg. Damit wurde die Hartberger Erfolgsserie gegen Altach prolongiert: Sieben Siege und vier Unentschieden in den letzten elf Duellen. Es war der erste Sieg in der Bundesliga für den ungarischen Tormann Armin Pecsi sowie für die eingewechselten Youngster Nikolaus Feldhofer und Magnus Dalpiaz, den Sohn des ehemaligen Eishockeyteam-Torhüters. Altach gelang vor 5100 Zuschauern nur der Ausgleich durch den ersten Treffer von Ousmana Diawara seit Dezember: „Wenn man schon nicht gewinnen kann, muss man wenigstens einen Punkt mitnehmen. Das Tor mit der letzten Aktion darf nicht passieren“, klagte Altachs Trainer Ognjen Zaric. Sieger Markus Schopp, der erstmals gemeinsam mit Sohn Konstantin ein Bundesligaspiel gewann, gab zu: „In den letzten 20 Minuten hätte das Spiel auf beide Seiten kippen können. Bei uns ist etwas im Entstehen.“

Foto: Gepa/Admiral.

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