Fußball

Glasner verlor durch Tormannfehler! Liverpool schickte Ndukwe zu Levante

So hat sich der von den Fans mit viel Beifall begrüßte Oliver Glasner den Start mit Nottingham in die Premier League nicht vorgestellt. Im City Ground gab es durch ein Tor in der 88. Minute eine 0:1 (0:0)-Heimpleite gegen Leeds. Der späte Treffer war überdies noch haltbar. Bei einem Freistoß des Deutschen Anton Stach, der früher bei Hoffenheim spielte, ins kurze Eck. Der belgische Nottingham-Tormann Matz Sels sah gar nicht gut aus. Nottingham hatte 55 Prozent Ballbesitz. Von zwölf Schüssen ging nur einer auf das Tor, bei Leeds von elf einer mehr. Bei den Siegern gab es einen mit Österreich-Vergangenheit: Der bosnische Innenverteidiger Tarik Muharemovic spielte früher auch bei Wolfsberg. Leeds holte ihn nach der WM aus Italien von Sassuolo.

Glasner verzichtete zu Beginn auf seine prominenten Neuerwerbungen, auf Innenverteidiger Ousmade Diamonde und Xaver Schlager. Österreichs Teamspieler wurde nach 73 Minuten eingewechselt, fand sofort ins Spiel, war oft am Ball, hätte mit einem Kopfball beinahe Leeds-Keeper Trafford überrascht. Vor der Pause kam Nottingham bei einem Kopfball des serbischen Innenverteidigers Sergej Milinkovic an die Stange der Führung sehr nahe. In der Offensive fehlte es an Durchsetzungsvermögen. Egal, ob Kapitän Morgan Gibbs White, der Schweizer Dan Ndoye, der Brasilianer Igor Jesus oder der eingewechselte 34 jährige Chris Wood. Auch Glasners Ex-Team verlor: Crystal Palace unterlag in Liverpool Everton 0:2 (0:1). Kein Österreicher kam im London-Duell beim 3:0 (2:0) von Brentford gegen Tottenham zum Einsatz: Sowohl Jannik Schuster als auch Kevin Danso blieben auf der Bank.

Total verpatzt hat den Start Manchester United. Das 0:2 (0:2) bei Aufsteiger Hull gilt sogar als Blamage. Weil United erstmals gegen Hull verlor, zum ersten Mal in der ersten Runde einem Aufsteiger unterlag. Manchester City (gegen Bournemouth) und Liverpool (in Newcastle) spielen am Sonntag. Liverpool entschied Samstag über die Zukunft von Österreichs U 17-Vizeweltmeister Ifeany Ndukwe, der für die Premier League noch keine Spielbewilligung erhielt. Um die zu bekommen, wurde er in eine europäische Topliga verliehen, in die spanische La Liga, an Levante in Valencia. Der Klub, bei dem Österreichs Ex-Teamkapitän Andreas Ivanschitz von 2013 bis 2015 gespielt hatte, schaffte letzte Saison als Aufsteiger mit Rang 16, punktgleich mit Absteiger Mallorca, knapp den Klassenerhalt. Trainer ist der Portugiese Luis Castro, die Konkurrenten von Ndukwe als Innenverteidiger sind der 34-jährige algerische Teamspieler Aisa Mandi, der bei der WM in allen vier Partien durchspielte, sowie die Spanier Adrian Bala (27) und Jorge Cubilla (22). Levante verlor zum Start in Barcelona gegen Espanyol 0:3, Ndukwe könnte Montag in Pamplona gegen Osasuna erstmals zum Kader gehören. Kommt er regelmäßig zum Einsatz, könnte Ndukwe bereits im Winter die nötige Punktzahl haben, die man braucht, um in der Premier League einsatzberechtigt zu sein. Dann könnte er schon im Winter zu Liverpool zurückkehren. Die Klausel gibt es im Leihvertrag.

Foto: APA/AFP.

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