Fußball

Hütters Rekorde „Randnotiz“: Berittene Polizei bei Pokalderby in Mannheim am Rasen

Am letzten Wochenende war bei Adi Hütters Eintracht Frankfurt nach einem 0:7 im letzten Vorbereitungsspiel gegen Brentford in London Feuer am Dach. Freitagabend sorgte das erste Pflichtspiel bei der Rückkehr des österreichischen Trainers für neue Rekorde: Dass 11:0 (10:0) beim Fünftligisten St. Tönis in Krefeld war der bisher höchste Pokalsieg in der Klubgeschichte war, eine 10:0-Pausenführung gab es zuvor noch nie in einem Spiel des deutschen Pokals. „Wir haben eine Pflichtaufgabe erfüllt, aber ich bin happy, dass wir souverän  in die zweite Runde kamen, so spielten, wie ich es mir vorstellte.“ meinte Hütter (Bild) nach dem Kantersieg. Mit Max Senft kam noch ein zweiter österreichischer Trainer weiter: Er gewann mit Zweitligist Karlsruhe bei Drittligist Preußen Münster nach 0:1 noch 2:1. Aber das alles war nur eine „Randnotiz“ wegen der Skandalszenen beim Südwest-Derby zwischen Waldhof Mannheim und Karlsruhe, der völlig außer Kontrolle geriet.

Beim Stand von 0:0 in der Nachspielzeit kam es durch eine Rudelbildung in Nähe des Mannheimer Blocks zur Eskalation. Lauterns Kapitän geriet mit mehreren Waldhof-Spielern aneinander. Von der Haupttribüne flogen Gegenstände, Regenschirme, in Richtung des Kapitäns. Daraufhin schossen Kaiserslautern-Fans Pyroraketen auf die Haupttribüne. Mannheim-Anhänger versuchten, den Rasen zu stürmen. Der Schiedsrichter unterbrach die Partie, schickte die Mannschaften in die Kabinen. Bengalos aus dem Waldhof-Block verfehlten einige Spieler von Kaiserslautern ganz knapp. Daraufhin stürmten mehrere Hundertschaften der Polizei den Rasen, riegelten den Mannheim-Block ab. Sogar Polizisten auf Pferden ritten über den Rasen. Ein Benaglo explodierte direkt neben einem Tier. Nach einer 35-minütigen Unterbrechung begann die Verlängerung. Kurz vor Schluss fiel Kaiserslautern-Tor zum 1:0 und Aufstieg.

Samstagabend geht es in Dortmund um den Franz-Beckenbauer-Supercup zwischen Doublegewinner Bayern München und Vizemeister Borussia Dortmund. Jamal Musiala gehört nach seinen zwei Zusammenbrüchen nicht zum Bayern-Kader, der letzten Samstag am Oberschenkel verletzte Konrad Laimer soll einsatzfähig sein. Keiner der Österreicher bei Dortmund gehört zur Startelf. Weder Marcel Sabitzer noch Carney Chukwuemeka. „Es gibt nichts Schöneres, als in Dortmund einen Titel zu gewinnen“, behauptete Bayerns Trainer Vincent Kompany.

Foto: Eintracht Frankfurt.

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