Fußball

Ein Geistesblitz aus Altach für Deutschland: Berisha

Wenn das deutsche Fachblatt „Kicker“  einem Spieler des Tabellenzehnten aus Österreich eine Schlagzeile widmet, bedeutet dies nichts alltägliches. Da muss schon etwas besonderes passiert sein, dass am Donnerstag auf Seite 25 ganz oben der Titel stand: „Berisha mit Geistesblitz“. Gemeint war der in der Salzburg-Akademie ausgebildete Stürmer Mergim Berisha, der auch die Staatsbürgerschaft von Albanien und des Kosovo besitzt. Der Geistesblitz beendete zehn Minuten vor Schluss für die  deutsche U21 das Zittern im EM-Qualifikationsspiel gegen Bosnien in Zenica. Eine perfekte Flanke auf Wolfsburg-Stürmer Lukas Nmecha bedeutete die  Vorarbeit zum 2:0-Endstand. Da war Berisha gerade drei Minuten im Spiel. Zuvor lahmte die deutsche Offensive.

Zudem lobte der „Kicker“ den 1,88 Meter-Mann, weil er hinten einige Bälle nach Ecken aus der Gefahrenzone köpfelte. Ein interessantes Kapitel mehr in der Laufbahn des 22jährigen, der in Berchtesgaden, 25 Kilometer von Salzburg entfernt, geboren wurde. Die Eltern stammen aus dem Kosovo. Ab 2012 besuchte er die Akademie, 2017 gehört er gemeinsam mit Xaver Schlager. dem nunmehrigen Leipzig-Legionär Amadou Haidara oder Patson Daka zur Mannschaft von Marco Rose, die sensationell die Youth League gewann. Danach spielte er eine Saison beim LASK,  im Herbst 2018 beim deutschen Zweitligisten Magdeburg. Das klappte überhaupt nicht. Dennoch holte ihn Altachs Ex-Sportchef Georg Zellhofer im Jänner 2019 ins Ländle. Eine wichtige und vor allem richtige Entscheidung. Berisha entwickelte sich zur besten Offensiv-Waffe von Altach. Leistungsbilanz dieser Saison: Sechs Tore und drei Assists in zwölf Pflichtspielen.  Sein Vertrag läuft bis Juni 2020. Als Salzburg-Leihgabe. Dann wird er die kostenlose Freigabe in Händen haben. 2020 läuft sein Vertrag bei Österreichs Meister aus. Kann aber passieren, dass dessen Sportchef Christoph Freund in Sachen Verlängerung noch aktiv wird. Da würde er  mit der bekannten deutschen Rogon-Agentur reden müssen, zu deren vielen Klienten Berisha zählt. Sein Vorbild heißt Zlatan Ibrahimovic.

„Ein schönes Gefühl,für Deutschland zu spielen“, gestand Berisha nach seinem starken Auftritt als Joker. Dante artig Teamchef Stefan Kuntz für das Vertrauen. Ungewöhnlich, dass eine neue deutsche Stürmerhoffnung bei einem Nachzügler in Österreich entdeckt wird: „Ich bin dankbar, dass ich der Mannschaft helfen konnte“, versicherte Berisha. Das soll er Samstag bei der Rückkehr in den Alltag auch bei Altach, um daheim gegen Schlusslicht Admira wieder in die Spur zu finden. Das will  Klaus Schmidt, Admiras Trainer mit Altach-Vergangenheit , verhindern. Denn der Steirer hat nicht vergessen, wie im Schnabelholz sein etwas überraschender Abschied im Frühjahr 2018 „inszeniert“ wurde.

 

Foto: © FOTObyHOFER/Christian Hofer.

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