Fußball

Feldhofer sucht die „richtigen neuen Kräfte“ für Rapid

Von 42 Heimspielen gegen Ried verlor Rapid bisher keines. Das bedeutet Bundesliga-Rekord eines Teams gegen ein anderes. Sollte sich das nach 13 Heimsiegen hintereinander gegen die Innviertler Sonntag Abend ändern, wäre der grün-weiße Fehlstart in die Saison perfekt. Nach dem  Erinnerungen an das 0:2 gegen Hartberg vor einem Jahr wach werden würden. Ein Tor aus den zwei Spielen in Treibach und gegen Lechia Gdansk bedeutet keinen Grund, ein grün-weißes Feuerwerk zu erwarten. Trainer Ferdinand Feldhofer sah aber im Nachhinein die Leistung gegen die Polen am Donnerstag „weit weg von einem schlechten Spiel“. Trotzdem kündigte er bereits nach dem Schlusspfiff an, Sonntag nicht die gleiche Mannschaft aufzubieten.

„Es geht darum, die richtigen neuen Kräfte zu finden“, behauptete er. Wer kann das sein? Von den eingewechselten Spielern drängte sich der jüngste am meisten auf, der 18 jährige Nikolaus Sattlberger (Bild oben) im zentralen Mittelfeld. Da hatte das Eigengewächs sicher bessere Szenen als der serbische Legionär Aleksa Pejic. Feldhofer sprach auch offen an dass die „Sechser“, also Pejic und Moritz Oswald, in der ersten Hälfte schlecht positioniert waren. Ob das für Sattlbergers erstes Bundesligaspiel von Beginn an reichen wird? Feldhofer will vor allem ein schnelleres Passspiel sehen. Das ging auch an die Adresse der Innenverteidiger, speziell an Emanuel Aiwu. Ob es deshalb eine Umstellung geben wird? Drei Alternativen für das Abwehrzentrum stünden mit Christopher Dibon, Max Hofmann und Michael Sollbauer bereit. Wobei der Spielaufbau sicher nicht zu Sollbauers Stärken gehört.

Möglich, dass Patrick Greil um Zug kommt. Weil die Adduktorenbeschwerden überwunden sind. Yusuf Demir soll erstmals zum Kader gehören. Mehr Kreativität braucht Rapid auf jeden Fall. Wer über viele vergebenen Chancen gegen Lechia Gdansk klagt, verkennt die Realität. In Wahrheit waren es nicht mehr als drei, für grün-weiße Ansprüche eindeutig zu wenig. Gegner Ried wurde genau analysiert, wobei interessante Abläufe, genaue Muster im Spiel mit dem und gegen den Ball erkannt wurden. Aber Rapid muss selbstbewusst und dominant auftreten, darf sich nicht nach dem Konzept der Rieder, das laufen und beißen, Nadelstiche setzen, heißen wird,  richten muss die gute Rieder Startbilanz seit dem Aufstieg vor zwei Jahren quasi ignorieren: Da gab es mit 3:2 gegen WSG Tirol und 2:1 gegen die Wiener Austria zwei Siege. Auswärts verlor Ried seine letzten zwei Auftaktspiele. Das passierte 2015 und 2016 gegen Rapid. Vor sechs Jahren 0:5 (0:3) im ersten Bundesligaspiel, das im Hütteldorfer Allianz-Stadion über die Bühne ging. Von den Torschützen Christoph Schösswendter, Louis Schaub, Thomas Murg und Joelinton spielt keiner mehr für grün-weiß, von den Spielern beider Mannschaften sind noch drei dabei: Dibon und Hoffmann bei Rapid, Kapitän Marco Ziegl bei Ried. Und Thomas Reifeltshammer in anderer Funktion –  als Sportchef.

Foto: FotobyHofer/Christian Hofer.

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