Fußball

Oliver Glasner sah zu: Eine starke Hälfte reicht gegen Meister Salzburg nicht

45 Minuten lang ließ der Bundesligaauftakt zwischen Meister Red Bull Salzburg gegen Austria vor 11.156 Zuschauern, zu denen auch Oliver Glasner, der Trainer von Europa League-Sieger Eintracht Frankfurt gehörte,  nichts zu wünschen übrig, bot Violett mit einer starken Leistung voll Paroli. Aber in der zweiten Hälfte wurde es zu einem Solo des Titelverteidigers mit einem klaren 3:0 (1:0) am Ende. Eine gute Hälfte reicht eben gegen Salzburg nicht. Vor allem, wenn man in der die Schwächen Salzburg und eigne Möglichkeiten nicht nützt. Dann gibt´s wie gewohnt einen verdienten Sieg des Favorits. Vom Lob des siegreichen Trainers Matthias Jaissle („Austria hat eine richtig gute Mannschaft“) können sich die Verlierer nichts kaufen. Sie stehen weiter bei drei Minuspunkten. Ausserdem gibt der Kader nicht die Möglichkeit her, sechs Ausfälle zu verkraften. Bei Salzburg wäre das kein Problem.

Jaissle entschied sich überraschend für den Brasilianer Bernardo als Innenverteidiger neben dem Franzosen Oumar Solet. Daher begann Max Wöber statt Ulmer als Linksverteidiger und Kapitän, Ulmer kam erst in der 85 Minute für Wöber. Manfred Schmid musste nicht nur Aleksandar Jukic, den eine Angina außer Gefecht setzte vorgeben, sondern  auch Kapitän Lukas Mühl im Abwehrzentrum wegen der Geburt seiner Tochter. Für ihn begann Johannes Handl, der zur Pause mit verletzter Schulter ausschied. Daher kam die 18 jährige französische Liverpool-Leihgabe Billy Koumetio zur ihrem Debüt. Zu viel, um Salzburg mehr als 45 Minuten lang voll zu fordern. Das hätte gelingen können, wäre nach wenigen Sekunden der Fehlpass des Argentiniers Nicolas Capaldo zur Führung genützt worden. Was weder Manfred Fischer noch Jukic-Eratz Can Keles gelang. Die nächste Möglichkeit zur Austria-Führung ließ Neuzugang Andreas Gruber nach 17 Minuten aus, zuvor traf Salzburgs Benjamin Sesko nach einem Pass von Bernardo, der ansonst zu Beginn eher ein Unsicherheitsfaktor war, nur die Stange. Der Slowene traf nach 37 Minuten zum ersten Treffer der Saison, den ein Genieblitz des bis dahin diskreten Luca Sucic einleitete. Über Noah Okafor und Fernando kam der Ball zu Sesko, der Austrias neuen Goalie Christian Früchtl bezwang. Der in einigen Szene bewies, ein vollwertiger Nachfolger für Patrick Pentz zu sein.

Austrais Ausgleich wäre vor der Pause durch Muharem Huskovic möglich gewesen. Gelang nicht. Dann brachen innerhalb von fünf Minuten Tore nach einem Outeinwurf und einem katastrophalen Fehlpass von Koumetio am Strafraum der Austria bis zur 61. Minute das Genick.  Zunächst traf Salzburgs Neuer Fernando aus 16 Metern präzis ins lange Eck, was er mit zwei Rückwärtssaltos bejubelte (Bild oben). „Nicht das letzte Supertor, das er für Salzburg schießen wird“, prophezeite Sky-Rückkehrer Andreas Herzog, der sich als Fan des Brasilianers outete. Den Endstand besorgte Noah Okafor. Die Wechselspiele zeigten einmal mehr, was die große Überlegenheit des Meisters ausmacht: Jaissle brachte von der Bank Junior Adamu, den wieder fiten Sekou Koita und, den Dänen Maurits Kjaergaard, Schmid hingegen Dominik Fitz, Haris Tabakovic und Youngster Romeo Vucic. Salzburg kann nur an sich selbst scheitern.

 

Foto: Red Bull Salzburg.

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