Fußball

Floridsdorf-Derby eröffnet die erste Cuprunde: Wo gibt es Sensationen?

Mit der ersten Runde im Uniqa-Cup wird von Freitag bis Sonntag wie gewohnt die nationale Saison  eröffnet. Mit 32 größtenteils ungleichen Partien, in denen sich den Außenseitern, sprich Klubs aus den Regional- und Landesligen die große Bühne bietet, mit Sensationen Schlagzeilen zu liefern, die man sich eigentlich nicht vorstellen kann. Vier Derbys gibt es, mit einem wird Freitagabend der Cup eröffnet: Da geht es um die Vorherrschaft im 21. Wiener Bezirk. Donaufeld, letzte Saison der Meister der Regionalliga Ost, der auf den Aufstieg verzichtete, fordert mit Langzeit-Trainer Sepp Michorl, der von 200 bis 2011 Co-Trainer bei der Austria war, am längsten von Karl Daxbacher.  den Zweitligisten Floridsdorfer AC. Der nach dem Wechsel von Trainer Mitja Mörec zu Blau Weiß Linz interimistisch von Ex-Rapidler Mario Sonnleitner trainiert wird, Donnerstag einen „Kooperations-Tormann“ vom GAK bekam: Den 19 jährigen Juri Kirchmayr. Auch bei Donaufeld gibt es eine Rapid-Connection: Obmann Stefan Singer gehört zum Rapid-Präsidium.

Das zweite Derby am Freitag geht in Niederösterreich über die Bühne: Der Kremser SC empfängt  Amstetten, den Zweitigisten aus dem Mostviertel.  Zwei Lokalduelle folgen Samstag: Lafnitz und Hartberg sind nur zwölf Kilometer voneinander entfernt, dazu gibt es das Niederösterreich-Duell zwischen Retz und Stripfing, bei dem man erstmals sehen wird, wie Stripfing das Ende der Kooperation mit der Wiener Austria und die Aufregung um wirtschaftliche Probleme von Vizepräsident und Mäzen Erich Kirisits verkraftet hat. Kein leichter Job derzeit für Sportchef Alexander Grünwald und Trainer Emin Sulimani.

Titelverteidiger Wolfsberg beginnt Freitag in Oberösterreich bei Regionalligisten Wallern, Meister Sturm Graz ohne den am Sprunggelenk verletzten neuen französischen Stürmer Axel Kayombo in der Skisprung-Metropole Bischofshofen beim Regionalligaklub, der letzte Saison Rang neun belegte. Der erfolgreich bei den Behörden darum kämpfte, das Spiel am eigenen Platz austragen zu können. Vor 1500 Zuschauern, rund 800 kommen aus der Steiermark.  1971/72 war Bischofshofen für eine Saison in der höchsten Spielklasse, ohne eine reelle Chance auf den Klassenerhalt zu haben. Ähnlich ist die Ausgangsposition im Cup, das weiß auch der 33 jährige Trainer Thomas Schnöll. Da kann es nur die Devise geben: Wir haben keine Chance, also nützen wir sie.

Freitag wartet auf die Zweitligisten, denen man die größten Aufstiegschancen gibt, die Admira und die Vienna, die steirische Prüfung: Die Admira in Weiz, die Vienna in Tillmitsch. Bei der Admira war Trainer Thomas Silberberger diesmal mehr in die Kaderplanung involviert als letzte Saison. Von den 14 auslaufenden Verträgen verlängerten Sportchef Ralf Muhr und er nur den von Kapitän Lukas Malicsek. Samstag kommt es zu einem Duell, das es auch in der Bundesliga schon gab: Der Wiener Sportclub gegen den LASK. Wegen des Umbaus des Sportclub-Platzes auf der Hohen Warte in Döbling, wo die Vienna daheim ist, es letzte Saison die größte Sensation im Cup gab, als Stripfing Rapid eliminierte. Gelingt dem Sportclub mit Daniel Kalajdzic, dem Bruder des Wolverhampton-Legionärs und den früheren Rapid-Talenten Nicolas Wunsch und Eren Keles ein ähnlicher Coup? LASK-Trainer Joao Sacramento sprich nicht Deutsch. Das Englisch des Portugiesen klingt sehr nach dem seines prominenten Landsmanns und Lehrmeisters Jose Mourinho, bei dem er früher Assistent war. Etwa, als Tottenham vor fünf Jahren den LASK im UEFA-Cup eliminierte. Die damalige DNA des LASK gefiel Sacramento, die möchte er neu beleben. Abwarten….

Drei Tage nach der Qualifikation zur Conference League greifen Austria und Rapid in den Cup ein. Die Austria Sonntagmittag beim steirischen Zweitliga-Absteiger Voitsberg, Rapid vier Stunden später beim Regionalliga-Aufsteiger Wacker Innsbruck. Das Traditionsduell ist der absolute Hit der erste Runde: Das Tivoli-Stadion ist erstmals seit 15 Jahren mit mehr als 15.000 Zuschauern ausverkauft, daher gilt der Schlager als Hochrisiko-Spiel. 5000 Fässer Bier, 4000 Brezn und 4500 Paar Würstel warten auf die Fans. Innsbruck bleibt sicher ein sechsstelliger finanzieller Gewinn.

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