Fußball

Ausverkauft! Fünf Abschiede und eine Weltpremiere bei der zehnten Titelfeier

15.418 Karten vor einem Heimspiel in der Bundesliga setzt Österreichs Doublegewinner Red Bull Salzburg selten ab. Vor allem, wenn schon davor der sechste Meistertitel in Serie, insgesamt der zehnte unter Red Bull-Flagge feststeht. Aber diesmal ist es doch anders. Weil das Match gegen St.Pölten am Sonntag im Zeichen des Abschieds von fünf Leuten der  dominierenden letzten zwei Jahre steht. Da aus St. Pölten nur 80 Fans mitkommen, wurden noch zusätzlich 800 Karten frei. Die werden wohl Samstag weggehen, womit es ein ausverkauftes Haus mit 16.218 Besuchern zu erwarten ist. Und da werden sicher mehr Emotionen frei als normal. Sowohl bei den Beteiligten wie auch auf den Rängen bei den Fans, die ihre „Helden“ noch einmal gebührend feiern werden. Da geht es in ersten Linie um einen, der nicht nur Salzburg, sondern auch der gesamten österreichischen Fußballszene fehlen wird, weil er so viele positive Akzente, auch durch sein Auftreten setzte: Trainer Marco Rose, der sich für die neue Herausforderung in der deutschen Bundesliga bei Mönchengladbach entschieden hat, seine Assistenten Alexander Zickler, Rene Maric und Patrick Eibenberger mitnimmt. Seinem amerikanische Nachfolger Jesse Marsch eine total intakte Truppe hinterlässt, aber auch große Schuhe, in die der bisherige Assistenten von Ralf Rangnick bei RB Leipzig erst  steigen muss.

Es wird das letzte Match von Munas Dabbur, dem Mann der vielen wichtigen und entscheidenden Tore sein, der als Mehrfach-Schützenkönig in Spaniens La Liga zum Tabellenfünften FC Sevilla wechselt. Der davor noch ein aufregendes Erlebnis hat, das in seiner Heimat Israel für viel Aufsehen sorgt: Seine Hochzeit, wegen der er bei Israels wichtigen Juni-Qualifikationsspielen für die Europameisterschaft gegen Lettland und Polen fehlen wird. Das konnten weder Israels Sportchef aus Österreich, Willi Ruttensteiner, noch Teamchef Andi Herzog verhindern. Auch der Abschied von Hannes Wolf, eines der Himmelstürmers der letzten zwei Saisonen, der zu Roses Siegerteam aus der Youth League 2017 gehörte, in Richtung Leipzig stand schon seit Monaten fest. Dass für Christoph Leitgeb mit 34 nach zwölf Jahren Salzburg Schluss sein wird, war vorauszusehen. Seit Donnerstag ist auch klar, das der Norweger Fredrik Gulbrandsen (Bild oben) nach 106 Pflichtspielen für Salzburg mit 31 Toren und 16 Assits mit bald 27 Jahren etwas Neues probieren will. Es wäre keine große Überraschung, wenn zum Neuen für ihn bekannte Gesichter gehören. Nämlich Rose, Zickler, Maric und Eibenberger in Mönchengladbach. Da der Vertrag des Norwegers, der mit Salzburg dreimal Meister und zweimal Cupsieger wurde, endet, kostet er keine Ablöse.

Salzburgs künftige Angriffsbesetzung ohne Dabbur und Gulbrandsen, die auch in der Champions League bestehen soll? Roses Nachfolger Marsch hat genügen Varianten. Mit Smail Prevljak, dem Japaner Takumi Minamino, Youngster Erling Haaland, derzeit mit Norwegen bei der U 20-EM in Polen, mit Patson Daka und dem aus Hamburger zurückgeholten Südkoreaner Hee Chan Hwang. Wäre aber keine Überraschung, wenn Sportchef Christoph Freund noch einen neuen Namen präsentieren wird. Der Abschieds-Sonntag in Salzburg bringt auch eine Weltpremiere. Auf „Sky“ werden nach dem Match nicht nur Bilder von der Meisterparty in der Kabine zu sehen sein, von der Mesterfeier vor  Schloss Kleßheim, sondern auch vom Autokorso der Champions durch Salzburg. Dafür wird erstmals ein funkgesteuerter Kamerawagen namens „Agito Dolly“ eingesetzt, der bis zu 56 km/h schnell sein kann und atemberaubende Bilder liefern soll. Zum Abschied von einer atemberaubenden Truppe.

 

Foto: © FC RB Salzburg Media (GEPA).

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