Der ÖFB-Campus in Aspern mit Rasenheizung auf den Trainingsplätzen entwickelt sich immer mehr zur „Rettung“ der Bundesligaklubs: Altach hielt dort sein Trainingslager ab, letzte Woche spielte die Austria gegen Nordsjaeelland, gestern absolvierte Rapid dort die letzten Tests vor dem Cupviertelfinale in Ried, da das eigene Trainingszentrum für die zweite Mannschaft und die U 18 benötigt wurde. Am Vormittag schlug die B-Besetzung die Vienna 1:0 (0:0), am Nachmittag fertigte die erste Garnitur NS Mura, den Vorletzten der slowenischen Zehnerliga, 5:2 (2:0) ab. Dazwischen trennten sich Bundesliga-Schlusslicht Blau Weiß Linz und die Admira, der Zweite der zweiten Liga, 3:3 (1:1).
Zwei Spieler kamen in beiden Rapid-Besetzungen zum Zug: Linksverteidiger Jonas Auer und Lukas Grgic. Auer spielte gegen die Vienna in der ersten Hälfte, löste gegen Mura in der zweiten Dominik Weixelbaum, der auf der für ihn neuen, ungewohnten Position erste Wahl sein könnte, ab. Grgic war gegen die Vienna 30 Minuten im Einsatz, ersetzte am Nachmittag nach 62 Minuten Martin Ndzie. Der „Nachfolger“ von Grgic, der 18 jährige Envar Music, erzielte im Finish das Siegestor. Furkan Demir und Andrija Radulovic spielten durch – das lässt daraus schließen, dass beide bei Trainer Hoff Thorup vorerst als Joker eingeplant sind. Der Däne war nämlich mit der Leistung der ersten Garnitur gegen Mura zufrieden: Fünf Tore erzielt, dazu genug Chancen kreiert.
Vor der Pause trafen die Abwehrspieler Nenad Cvetkovic und Bendegüz Bolla, in der zweiten Hälfte Kapitän Mathias Seidl, der das 1:0 vorbereitete per Kopf, (sein jüngerer Bruder Simon erzielt davor ein Tor für Blau-Weiß Linz), Ercan Kara nach Vorarbeit des verbesserten Tobias Gulliksen (Bild) und Nikolaus Wurmbrand. Kara traf nur vier Minuten nach der Einwechslung für den Franzosen Janis Antiste, Wurmbrand brauchte für sein Jokertor etwas länger. In der 72. Minute kam er statt des Australiers Marco Tilio , 13 Minuten später traf er. Das Dreier-Mittelfeld, dem Thorup das Vertraue schenken dürfte, wird von Romeo Amane, Ndzie und Seidl gebildet, Gulliksen hat auf der linken Seite eine Offensivrolle.
Foto: SK Rapid/Widner.