Fußball

Fünf Tore als Salzburgs Mutmacher für Brügge: Altach auf Platz eins

Nach drei Spielen ohne Sieg mit nur zwei erzielten Toren gelang Red Bull Salzburg ein kleiner Befreiungsschlag vor 7500 Zuschauern: Fünf Tore gegen den GAK, der ab der 20. Minute nur mit zehn Mann spielte, dienten zumindest als Mutmacher für das „Endspiel“ in der Qualifikation für die Champions League am Dienstag im ausverkauften Jan Breydel-Stadion von Brügge. Aber es wird sicher um einiges schwer, auswärts gegen den Club Brügge zu gewinnen als daheim mit einem Mann mehr den GAK mit 5:0 (1:0) abfertigten, Mann des Spiels war der 17 jährige Deutsch-Bosnier Kerim Alajbegovic, der erstmals in der Startelf stand und mit seinem ersten Bundesligator, einem Kracher aus 18 Metern in der Nachspielzeit den Bann brach, mehrmals sein großes Talent aufblitzen ließ. Nachher musste er erstmals zum Sky-Interview (Bild).

Trainer Thomas Letsch brachte gegenüber dem 0:1 gegen Brügge fünf Neue. Auch den 19 jährigen Tiroler Jannik Schuster, der Sohn des ehemaligen Traienrs von Österreichs Skispringern, statt des Franzosen Kouadou Gadou im Abwehrzentrum und im Angriff das Duo Adam Daghim und Petar Ratkov. Die entscheidende Szene gab es nach 20 Minuten: GAK-Legionär Sadik Fofana, Nationalspieler von Togo, traf den Japaner Sota Kitano voll am Sprunggelenk.  Schiedsrichter Daniel Pfister gab ihm zunächst die gelbe Karte, wechselte nach Intervention von VAR Harald Lechner auf die rote. Damit war der GAK, der mit dem neuen Innenverteidiger Beres Owusu begann, dezimiert. Für Kitano, der auch eine Rißquetschwunde, die genäht werden musste, erlitt, aber nach Schlusspfiff beim Jubeln vor den Fans auf Krücken dabei war, kam Maurits Kjaergaard, zur zweiten Häfte wechselte Letsch Dorgeles Nene und Yorbe Vertessen ein. Mit ihnen kam mehr Schwung. Der GAK  vergab zwar noch zur Ausgleichschance, aber dann kamen vier Treffer zwischen der 56. und 82. Minute. Drei erzielten Joker. Zunächst Kjaergaard nach Pass von Nene, danach Vertessen zum 3:0 und 5:0. Dazwischen verwandelte Ratkov einen Handselfmeter. So leicht werden es die Salzburger Dienstag leider nicht haben. Letsch war bis auf die Verletzung von Kitano rundum zufrieden: „Wir hatten auch mit elf gegen elf schon 85 Prozent Ballbesitz!“

Die einzige Mannschaft, die bisher zwei Siege feierte und kein Tor kassierte, ist Altach. Letzte Saison schafften die Vorarlberger erst in der letzten Runde den Klassenerhalt, vorerst läuft es besser. Das goldene Tor zum 1:0 (0:0) gegen Aufsteiger Ried erzielte bei Temperaturen über 30 Grad mit Mittelfeldspieler Patrick Greil eine Neuerwerbung vom deutschen Drittliga-Absteiger Sandhausen, die eine Vergangenheit bei Austria Klagenfurt und Rapid hat. Den zweiten Sieg könnte Sonntag nur Rapid schaffen – dann würde es ächste Runde zum Spitzenduell in Hütteldorf kommen. Noch ohne Sieg und erzieltes Tor ist hingegen Blau Weiß Linz nach der 0:1 (0:1)-Heimniederlage gegen Hartberg. Die Abwehr der Steirer war mit Rapid-Leihgabe Dominik Vincze merkbar stabiler als beim 2:4 in Innsbruck gegen WSG Tirol, der entscheidende Treffer fiel knapp vor der Pause durch den Australier Jed Drew, der noch zwei Sitzer ausließ.

Foto: Red Bull Salzburg/Weirather.

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