Fußball

GAK holte Gerald Scheiblehner wieder in die Bundesliga zurück

Die Hoffnungen von Joachim Standfest, vom Interimstrainer des GAK zum Chef zu werden,  erfüllten sich nicht. Drei Tage nach dem 0:1 in Ried präsentierten Präsident Rene Ziesler und Interims-Sportdirektor Andreas Lienhart eine andere Lösung: Sie holten den 49-jährigen Linzer Gerald Scheiblehner in die Bundesliga zurück. Der hatte in vier Jahren bei Blau-Weiß Linz bewiesen, dass er eine Mannschaft entwickeln kann: Er führte sie von 2021 bis 2025 aus der zwewiten Liga bis in die Meistergruppe der Bundesliga. Letzten Sommer entschied er sich für sein erstes Auslandsengagement bei Grasshoppers Zürich. Ohne ihn stieg Blau Weiß wieder ab. Für Scheiblehner lief es beim Schweizer Rekordmeister aber nicht gut: Nach 34 Spielen war Endstation. Nach drei Niederlagen in Serie, zuletzt ein 1:5 beim FC Thun, der Meister wurde, verlor Sportchef Alain Sutter die Nerven, weil Grasshoppers in Abstiegsgefahr war, ersetzte Scheiblehner vorerst kurz durch Ex-GAK-Trainer Gernot Messner, der inzwischen wieder die U 21 von Grasshoppers trainiert, dann durch Peter Zeidler, einen Deutschen mit kurzer Vergangenheit als Cheftrainer bei Red Bull Salzburg von Juli bis Dezember 2015. Die Bilanz von Scheiblehner bei den „Hoppers“: je neun Siege und Unentschieden, 16 Niederlagen.

An Scheiblehners Seite bei Blau-Weiß war zwei Jahre lang, bis zum Aufstieg, Tino Wawra als Sportchef. Das war er beim GAK bis Anfang August, bevor er sich eine gesundheitsbedingte Auszeit nahm. Auch wenn es offiziell keiner  zugeben wird, hatte Wawra an Scheiblehners GAK-Engagement sicher seinen Anteil. Wenn Wawra wieder zurückkehrt, ist das Blau-Weiß-Aufstiegsduo nach drei Jahren wieder vereint. Scheiblehner unterschrieb einen Zweijahresvertrag, bringt zwei Assistenten (Daniel Rozsa, Toni Mestrovic) mit. „Seine Vorstellungen von aktivem und intensivem Fußball decken sich mit unseren“, behauptete Lienhart. Scheiblehner nutzte seine fünfmonatige Pause, um bei Top-Trainern zu hospitieren: „Der GAK steht für harte Arbeit und genau das soll am Platz spürbar sein“. Grasshoppers ermöglichte Scheibelhner mit einer Abschlagszahlung für den noch bis 2027 laufenden Vertrag, der garantiert lukrativer war als der in Graz, einen fairen Wechsel. Der Einstand von Scheiblehner ist Samstag mit dem Heimspiel gegen Wolfsberg.

Foto: Gepa/Admiral.

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