Fußball

Alles muss passen: Ist der LASK zu außergewöhnlicher Leistung fähig?

Kann Doublegewinner LASK Dienstagabend gegen Celtic Glasgow das Unmögliche möglich machen, das 0:3 gegen Celtic Glasgow im Retourspiel noch zum erstmaligen Aufstieg in die Champions League verwandeln? Dieses Husarenstück gelang einer österreichischen Mannschaft zuletzt vor 41 Jahren: Rapid mit dem 5:0 gegen Dynamo Dresden nach dem 0:3 auf dem Weg ins Brüsseler Finale des Europacups der Cupsieger. Läuft es für den LASK gegen den schottischen Meister so optimal wie damals für die Wiener Grün-Weißen gegen den DDR-Spitzenklub? „Wir brauchen auf jeden Fall eine außergewöhnliche Leistung“, wusste LASK-Trainer Didi Kühbauer. Das heißt, der LASK muss mindestens so mutig sein wie eine Woche zuvor im Celtic-Park, aber zugleich viel, viel effizienter. Das gilt speziell für Samuel Adeniran und Moses Usor: „Grundsätzlich war es fast unmöglich, kein Tor zu erzielen und drei zu bekommen“, wunderte sich Kühbauer letzten Mittwoch nach der bitteren Niederlage. Jetzt muss alles zusammenpassen, um das noch zu drehen: „Wir haben noch nicht aufgegeben“, versicherte Kühbauer glaubhaft.

Die Hoffnung ist natürlich ein frühes Tor im zweiten Champions League-Play-off der Klubgeschichte. Der Schiedsrichter erinnert an das erste 2019 in der erfolgreichen Ära von Oliver Glasner: Der polnische Glatzkopf Szymon Marciniak, der drei Jahre später in Doha das WM-Finale zwischen Argentinien und Frankreich leitete, gab damals einen umstrittenen Elfmeter, der zum 1:0-Sieg des FC Brügge auf der Gugl führte. Es war das erste Match in Österreich mit einem VAR. Aber das System hatte einen technischen Defekt, daher konnte die Elfmeterentscheidung von Marciniak nicht überprüft werden. Bitter für den LASK. Mindestens drei Tore muss er Dienstagabend erzielen und darf zugleich keines kassieren, dann gibt es zumindest ein Nachspiel. In der Ligaphase der Champions League bekäme der LASK 18,62 Millionen Startgeld, in der Europa League 4,31 Millionen. Dazu kämen noch 4,29 für den Aufstieg ins Play-off. Zusammen 8,60 Millionen,. Auch nicht schlecht, aber doch ein Unterschied von zehn Millionen.

Das Spiel ist live bei Sky Austria zu sehen, als Experten sind Marc Janko und Didi Hamann auf der Gugl. Bis Montag waren 16.500 Karten verkauft, Platz wäre für  19 080 Zuschauer. Das heißt, die Kulisse bei Rapid – Hearts am Mittwochabend in Hütteldorf wird größer sein. 20.000 grün-weiße Fans hatten sich bis Montag ein Ticket gekauft.

Foto: Yigit Oerme.

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