Fußball

Gegenüber letzten Sieg gegen Sturm hat sich bei Rapid einiges geändert

Sieben Runden lang lag Rapid diese Saison vor Meister Sturm Graz.  Vom 10. August nach dem 2:1-Auswärtssieg im direkten Duell bis 5. Oktober, bis zur 1:2-Niederlage bei Red Bull Salzburg. Da zog Sturm mit einem Spiel weniger wieder an Rapid vorbei. Zu Allerseelen hat Rapid am Sonntag wieder die Chance, mit einem Heimsieg den Tabellenführer zu überholen. Das wollen mehr als 20.000 Zuschauer in Hütteldorf sehen. Mit Ausnahme der 2000 aus der Steiermark, die Sturm in den Westen von Wien begleiten. Die Kulisse wird passen, es ist angerichtet für ein großes Spiel. Werden die Erwartungen erfüllt?

Es hat sich einiges gegenüber dem Rapid-Sieg geändert. In Graz antwortete Rapid auf die Sturm-Führung durch Otar Kiteishvili mit zwei Toren innerhalb von drei Minuten. Durch Petter Dahl und den zur Pause eingewechselten Claude Mbuyi. Beide sind verletzt und fallen Sonntag aus. Mit Ercan Kara (Bild) im Angriffszentrum muss Rapid anders spielen als mit Mbuyi. Sturm spielte damals noch mit Verteidiger Max Johnston und William Boving im Angriff, beide sind inzwischen verkauft. Anders als in der zweiten Runde hat Trainer Jürgen Säumel den damals verletzten Stürmer Axel Kayombo und den erst Ende August verpflichteten Maurice Malone zur Verfügung. Beim Rapid-Sieg war noch Mamadou Sangare die Zentralfigur im Mittelfeld. Den Abgang konnte Rapid bisher nicht gleichwertig ersetzen. Von den drei Neuen, die Sportchef Markus Katzer erst im Finish der Transferzeit holte, wird keiner beginnen. Das sind Tobias Gulliksen, Martin Ndzie und Marco Tilio.

Stöger hat inzwischen auch die Taktik gewechselt. In Graz noch mit Viererabwehr und Jean Marcelin, der inzwischen zu den Langzeitausfällen zählt, zuletzt mit drei Innenverteidigern. Bei den zwei Siegen nach fünf Niederlagen hintereinander kassierte Rapid mit den Innenverteidigern Nenad Cvetkovic, Kouadio Ahoussou und Serge Raux Yao kein Tor. Sowohl bei Sturm als auch bei Rapid wird ein anderer Torhüter als beim ersten Aufeinander in dieser Saison: Bei Sturm Matteo Bignetti durch die Adduktoren-Verletzung des Dänen Oliver Christensen, bei Rapid Paul Gartler wegen der Patzer von Niklas Hedl. Solange Gartler wie gegen Ried und St. Pölten keinen schweren Fehler macht, wird Stöger daran nichts ändern.  Er lobt Sturm auch wegen der bisher sechs Siege in sechs Auswärtsspielen als beste Mannschaft Österreichs mit klaren Abläufen, Intensität und Speed. Die Meinung, dass Sturm nur von Kitesihvili und Tomi Horvat abhängig ist, teilt Stöger nicht.  Gewinnt Rapid, wäre es der dritte Sieg hintereinander gegen Sturm. Das gelang zuletzt in der Saison 2015/16 unter „Zoki“ Barisic. Vielleicht ein kleiner Vorteil für Rapid: Der Cupaufstieg gelang Mittwoch nach 90 Minuten, Sturm erst nach 120 und Elfmeterschießen. Das kostete sicher mehr Kraft.

Foto: FotobyHofer/Christian Hofer.

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