Fußball

Glasner stoppte auch Klubweltmeister Chelsea! Wochenlange Pause für Wöber

Eine Woche nach dem Triumph im Elfmeterschießen gegen Meister Liverpool um den Community Shield in Wembley gelang Oliver Glasner mit Crystal Palace auch ein starker Start in die Premier League: Englands Cupsieger holte ohne eine Neuerwerbung beim Klubweltmeister Chelsea, einen Großeinkäufer, in der mit 40.000 Zuschauern ausverkauften Stamford Bridge, mit 0:0 verdient einen Punkt. Das einzige Tor in der Partie erzielte Crystal Palace schon in der elften Minute durch einen Freistoß von Eberechi Eze. Doch der VAR griff ein, weil Marc Guehi zu nahe an der Mauer stand und nicht eineinhalb Meter entfernt, wie es die Regeln fordern. Die Defensivabteilung von Crystal Palace ließ nur zwei Chancen von Chelsea zu, beide erst in der Nachspielzeit. Glasner lobte einmal mehr seine Mannschaft mit „großartigen Charakteren!“ Einer könnte ihn bald verloren gehen: Eze ist mit Tottenham, den Klub von Kevin Danso, einig. In dieser Woche folgten für Glasners Truppe zwei Heimspiele im Selhurst Park: Donnerstag in der Qualifikation zur Champions League gegen Fredrikstad aus Norwegen, Sonntag in der Premier League gegen Nottingham.

Nicht spielen wird in den nächsten Wochen leider Max Wöber: Er fehlt wegen einer am Freitag beim Cup-k.o von Werder Bremen in Bielefeld erlittenen Muskelverletzung im Oberschenkel mehrere Wochen, daher auch Österreich in den September-Spielen der WM-Qualifikation gegen Zypern und Bosnien. Bitter für Wöber, der beim 2:1 zum Start in die WM-Qualifikation gegen Rumänien im Juni der beste Spieler war. Zum Glück hat Teamchef Ralf Rangnick im Abwehrzentrum genug Alternativen. Prekärer ist die Lage im Angriff. Um einen Stürmer gibt´s interessante Spekulationen: Werder Bremen soll überlegen, einen fünften Österreicher zu Wöber, Marco Friedl, Romano Schmid und Marco Grüll zu engagieren. Den am Freiburg plötzlich am Abstellgleis gelandeten Michael Gregoritsch. Der einzige österreichische Stürmer, der bei einem ausländischen Klub in dieser Saison immer spielte, ist Raul Florucz bei Belgiens Meister und Tabellenführer Union Saint Gilloise. Marko Arnautovic gehörte auch Freitag in der serbischen Meisterschaft nicht zum Kader von Roter Stern Belgrad.

Im deutschen Pokal schafften zwei Österreicher gegen Regionalligaklubs den Aufstieg in die zweite Runde: Kevin Stöger mit Mönchengladbach mit 3:2 bei Atlas Delmenhorst, Florian Kainz mit dem 1. FC Köln mit 2:1 bei Jahn Regensburg. Als Kainz nach 75 Minuten eingewechselt wurde, führte Regensburg. Kölns Treffer fielen erst in der sechsten und achten Minute der Nachspielzeit, der Ausgleich durch den Ex-Austrianer Eric Martel.

Foto: Crystal Palace.

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