Fußball

Glückslos für Austria und Rapid: Spekulationen um Marko Arnautovic

Die erste Hürde für die Wiener Austria und Rapid am Weg in die Gruppenphase der Conference League müsste zu bewältigen sein: Die Austria trifft sogar auf einen Zweitligisten, den georgischen Cupsieger Spareis Tiflis, hat im ersten Spiel am 24. Juli Heimrecht. Rapid muss auf seinen Gegner noch warten, bekommt es mit dem Sieger aus den Duellen zwischen FK Decic aus dem Montenegro und dem FC Sileks aus Nordmazedonien. Rapid muss zunächst auswärts antreten, das zweite Spiel geht am 31. Juli in Hütteldorf über die Bühne. Auch kein Nachteil. Sollte Andrija Radulovic bei Rapid bleiben, gäbe es mit dem siebenfachen Teamspieler des Montenegro einen „Insider“. Außerdem wird Rapid sicher zumindest ein Spie der möglichen Gegner durch die Scouting-Abteilung beobachten lassen.

Ob Austria und Rapid in einem Monat ihre zahlreichen Kader-Baustelen schon beseitigt haben werden? Austria hat Torjäger Maurice Malone fix erworben, dazu mit dem ablösefreien Kelvin Boateng von der Vienna einen weiteren Stürmer geholt. Die Option auf den Slowenen Nik Prelec hätte Austria bei Cagliari um zwei Millionen Euro ziehen können, das war nicht nur Finanz-Vorstand Harald Zagiczek zu teuer. Jetzt geht es darum, ob Prelec billiger zu bekommen wäree. Offen ist die Position des linken Verteidigers: Hakim Guenouche bekam keinen neuen Vertrag, Matteo Perez-Vinlöf, der Bayern München gehört, möchte offenbar lieber an Dinamo Zagreb verliehen werden als nochmals nach Wien zu kommen. Mit einem Hünen aus Südkorea, dem 1,91 Meter großen defensiven Mittelfeldspieler Kang Hang Lee von Zweitligist Gyeongnam wird auch verhandelt. Es scheint, dass die Austria zweifelt, mit ihren Talenten die Ziele erreichen zu können, wenn sie in der zweien Liga Südkoreas einkaufen will.

Bei Rapid ist der neue Mittelstürmer, die neue Nummer neun, das Hauptthema. Das muss Vorrang haben. Es git Soekulationen, dass Rapid an den 36 jährigen Marko Arnautovic, das Interesse bei dessen Bruder Danijel, der sich um die Transfers kümmert, deponierte. Eigentlich unvorstellbar, dass Arnautovic so viele Abstriche bei seinen Gehaltsvorstellungen macht, dass sich Rapid ihn leisten kann. Es wär eine Rückkehr nach Jahrzehnten: Denn im grün-weißen Nachwuchs hat Arnautovic gespielt. Ein neuer Linksverteidiger soll auch kommen. Ist das wirklich notwendig? Moritz Oswald bewies in der letzten Saison, dass er sowohl als rechter als auch als linker Verteidiger die Ansprüche erfüllt. Dazu kommt Furkan Demir aus Hartberg zurück. Besteht am 28 jährigen Deutschen Jannes Horn wirklich eine Notwendigkeit? Rapids neuer Trainer Peter Stöger kennt ihn aus Köln-Zeiten. Vor acht Jahren wurde er um sieben Millionen Euro von Wolfsburg geholt, Stammspieler wurde er nicht. Am Kölner Kapitän Jonas Hector kam er nicht vorbei. Nach zwei Jahren verlieh ihn Köln an Hannover, zwölf Monate später kam er zurück. Nach zwei weiteren Jahren in Köln heuert er ablösefrei bei Bochum an. Schaffte es auch dort nicht zum Fixpunkt, wurde an den 1. FC Nürnberg verliehen, dann weiter an St. Louis in der Major League Soccer. Dort bestritt er heuer neun Spiele. Ist er einer, der Rapid weiter hilft? Aufgrund seines „Vorlebens“ könnte man daran zweifeln.

Der GAK fixierte den erste Sommerkauf, der ein Steirer ist: Der 24 jährige Mittelfeldspieler Tobias Koch von Absteiger Austria Klagenfurt. Nicht mehr zum Kader gehört der ungarische Ex-Teamspieler Laszlo Kleinheisler. Blau Weiß Linz zog beim 1. FC Köln die Option auf die Verlängerung des Leihvertrag von Defensivspieler Elias Bakatukanda, fixierte den Zugang des 21 jährigen Stürmertalents Jakob Knollmüller vom Zweitligaabsteiger Lafnitz.

In der ersten Runde des österreichischen Uniqa-Cups zur Eröffnung der Saison 2025/26 ist Rapid zwischen den Qualifikationspartien für die Conference League am 27. Juli beim Hit der Runde dabei. Im „Revival“ des Traditionsduells gegen Wacker Innsbruck. Da wird Massenbesuch am Innsbrucker Tivoli sein. Wacker Innsbruck stieg ohne Niederlage aus der Regionalliga Tirol in die Regionalliga West auf, hatte die weit höheren Zuschauerzahlen als WSG Tirol in der Bundesliga, einmal sogar 6000. Die Austria muss in die Steiermark zu Zweitligaabsteiger Voitsberg, Titelverteidiger Wolfsberg beginnt in Oberösterreich bei SPG Wallern/Marienkirchen. Ausgelost wurde dies von Ex-Teamspieler Willi Kreuz, der 1990 Trainer bei Stockerau war, als der Zweitligist sensationell im Finale Rapid 2:1 besiegte.

4

Meist gelesen

Nach oben