Rapid braucht wegen der Operation von Claude Mbuyi , den Fragezeichen hinter Petter Nosa Dahl und Nikolaus Wurmbrand einen neuen Stürmer. Der könnte laut dem Schweizer Massenblatt „Blick“ vom FC Lugano kommen: Der 21 jährige, 1,84 Meter große Georgios Koutsias, der nach einem Skandal im Trainingslager Benidorm, wo letzte Woche auch Rapid war, offenbar aus dem Tessin „flüchten“ will. Koutsias (Bild oben) wurde in einem Testspiel des Tabellendritten der Schweizer Superleague gegen Viktoria Pilsen von seinem deutschen Kevin Behrens nicht nur niedergestossen, sondern auch wüst beschimpft. Behrens entschuldigte sich, erhielt eine klubinterne Rekordstrafe, doch der Eklat hinterließ beim Griechen Spuren. Um den Kopf freizubekommen, fehlte er letzten Sonntag beim 5:2-Auswärtssieg von Lugano gegen Luzern im Kader. Es wäre keine Überraschung, sollte er keinen großen Wert mehr darauf legen, mit Behrens zusammenzuspielen. Er hat allerdings bei Lugano einen Vertra bis 2028.
Laut „Blick“ unterbreitete Rapid Lugano bereits in Angebot zwischen zwei und drei Millionen Schweizer Franken, also über mindestens 2,155 Millionen Euro, was aber die derzeitigen finanziellen Möglichkeiten Rapids überfordern würde. Sportchef Markus Katzer betonte schon bevor der Name Koutsias in Zusammenhang mit Rapid genannt wurde, beim Neuzugang einen Leihvertrag anzustreben. Ob sich darauf aber Lugano einlassen würde? Koutsias könnte ein interessanter Mann sein: Er spielt von September 2022 bis Februar 2023 bei Paok Saloniki mit Ex-Rapid-Kapitän Stefan Schwab, bei dem Katzer wahrscheinlich schon Informationen eingeholt hat. 2023 wechselte Koutsias für eine Ablöse von 2,36 Millionen in die Major League Soccer zu Chicago Fire, erzielte dort in 65 Spielen sieben Tore. Im Jänner 2025 kam er auf Leihbasis zu Lugano, wurde heuer ablösefrei fix verpflichtet. Die Bilanz bei Lugano: Elf Tore in 41 Spielen, in dieser Saison drei bei 18 Einsätzen, alle in der Punktjagd. Koutsias gehört auch zum griechischen Unter 21-Team, für das er 22 Spiele bestritt, sieben Treffer schoss. Egal ob Koutsias oder ein anderer Stürmer, wie der ebenfalls genannte Schwede Jusuf Erabi, der beim belgischen Klub Genk unter Vertrag steht: Beim letzten Vorbereitungsspiel am Wochenende dürfte er noch nicht dabei sein.
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