Fußball

Haaland gegen Lewandowski im Fokus! Aufregung um Glasner in Wolfsburg

Wenn Bayern München und Borussia Dortmund aufeinander treffen, dann spricht man vom deutschen Clasico. Samstag Abend ist er in Dortmund vor leeren Rängen ein Duell um die Tabellenführung. Der punktgleiche Zweite fordert den Meister und Tabellenführer heraus. Im Blickpunkt stehen dabei vor allem die Torjäger: Erling Haaland, der 20 jährige Himmelstürmer mit Salzburger Vergangenheit gegen Robert Lewandowski, der als  Europas Fußballer des Jahres am Höhepunkt seiner Karriere steht, Sechs der letzten sieben Ligaduelle verlor Dortmund, die letzten drei mit einem Torverhältnis von 0:10. 1:0 siegte Bayern vor sechs Monaten in Dortmund durch einen Lupfer von Joshua Kimmich. Zuletzt trafen die deutschen Spitzenteams im Duell um den Supercup aufeinander. Dortmund holte in München ein 0:2 auf, Haaland erziele den Ausgleich, aber am Ende hieß es 3:2 für Bayern.

Da kann man schon von einem Bayern-Trauma bei Dortmund sprechen. Haaland (Bild oben) soll es mit seiner Wucht beenden. Mit der er in der Champions League 14 Tore in elf Spielen für Salzburg und Dortmund erzielte, in der Bundesliga seit Jänner in 20 Spielen 18-mal traf, diese Saison zehn Tore in zehn Pflichtspielen schoss. Das spricht schon für die 1,94 Meter große Tormaschine aus Norwegen. Ob er das Ende der Bayern-Dominanz in der Bundesliga einleiten kann? Sozusagen als „Ballyhoo“ auf das Duell Haaland-Lewandowski brachte der deutsche Rekordspieler Lothar Matthäus Haaland  als Nachfolger für Lewandowski bei Bayern ins Gespräch, wenn der  Vertrag des Polen 2023 endet. Ob Haaland nicht andere Pläne in Richtung England oder Spanien hat?

Mit Haaland steht auch Bayerns Abwehrchef aus Wien, David Alaba, noch mehr im Fokus als normal.  Kann er den Norweger knapp elf Tage vor dem Wiener Aufeinandertreffen bei Österreich gegen Norwegen am Tore schießen hindern, dann spricht das  für seine Qualitäten. Wenn nicht, werden sicher  einige behaupten, dass Alaba nicht so gut sei, wie er selbst und seine Berater glauben. Diese Tendenz konnte man in den letzten Tagen im Zuge des Vertragspokers bereits lesen. Quer durch die deutsche Medienlandschaft. Vom „Kicker“ bis zu „Bild“. Das Massenblatt hat noch einen anderen Österreicher verschärft im Visier: Trainer Oliver Glasner in Wolfsburg.

Grund ist ein „Sky“-Interview, in dem Glasner über die Transferpolitik klagte, weil man seine Forderung nach einem Offensivspieler mit Tempo und Tiefgang ignorierte. Das sahen viele als Attacke auf Vorstand Jörg Schmadtke und Sportdirektor Marcel Schäfer. Trotzdem stand Glasner  konsequent zu dem, was er sagte. Wie andere das werteten, kümmerte ihn nicht. Ehrlich wie er ist, „gestand“ er auch, den nächsten Gegner Hoffenheim Donnerstag Abend beim 5:0-Kantersieg in der Europa League über Liberec nicht via TV studiert zu haben. Sein Bgeründung, wonach Hoffenheim seine Spielanlage im Vergleich zu den letzten Wochen sicher nicht geändert haben wird, kritisierte „Bild“ als unprofessionell und skandalös. Schmadtke behauptete, Glasners Vorstellungen seien nicht realisierbar gewesen und vermutete  ine große  Unzufriedenheit beim Trainer. Aber manchmal hätten Menschen eben schlechte Phasen. Chefscout von Wolfsburg ist der Sohn von Schmadtke. Mit dieser Konstellation hatte schon einmal ein österreichischer Trainer bei einem anderen Klub in der Bundesliga sein Problem: Peter Stöger vor drei Jahren beim 1. FC Köln.

Wolfsburg hat in sechs Runden nur ein Spiel gewonnen, aber noch keines verloren,  nur vier Tore kassiert und fünf erzielt. Glasner muss derzeit mit dem Ruf leben, nur der Unentschiedenkönig zu sein. Auf die Frage, warum es dazu gekommen ist, brachte er  die Transferpolitik ins Spiel. „Bild“ bezeichnet daher Glasners Zukunft in Wolfsburg als schwer vorstellbar. Trotz Vertrag bis 2022.

Foto: Borussia Dortmund.

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