Fußball

Hallo Didi! Rapid braucht auch technisch bessere Spieler

Erstmals flog Rapid Mittwoch mit einer gecharteten Ural Air zu einem Europacupspiel. Nicht in der Maschine nach Moskau zum  zweiten Duell gegen Russlands Rekordmeister Spartak Moskau sass der erkrankte Thomas Murg, der beim ersten Ende September in Hütteldorf für den viel bejubelten 2:0-Endstand gesorgt hatte. Von dem zehrt  Rapid immer noch, hat deshalb als Gruppenletzter vor den letzten zwei Partien noch intakte Aufstiegschancen. Wenn auf die Premiere mit dem Ural Air-Flug Donnerstag ab 17 Uhr in der Otkrytie-Arena noch eine zweite folgt: Der erste Auswärtspunkt in dieser Europacupsasion. Sonst gibt es am 13. Dezember gegen die Glasgow Rangers kein Aufstiegsfinale im Allianz-Stadion, sondern ein für Grün-Weiß bis auf den finanziellen Aspekt belangloses Schaulaufen

Den Satz von Kapitän Stefan Schwab „Zeit, das auswärts etwas gelingt“ hörte man ihn ähnlicher Form schon vor den Partien gegen Slovan Bratislava, Steaua Bukarest, die Glasgow Rangers und Villarreal. Es gab vier Niederlagen mit 3:12-Toren, wobei mit dem 1:2 in Rumänien der Aufstieg in die Gruppenphase gelang. Ausser Murg fehlen noch Christopher Dibon, Andrija Pavlovic und Andrijj Ivan, was die Sache nicht leichter macht. Christoph Knasmüllner ist nach der Geburt von Tochter Emma wieder dabei. Gegenüber dem Start in die Gruppenphase haben morgen bei beiden Mannschaft andere Trainer das Sagen, wobei Spartak Moskau noch einen Wechsel mehr als Rapid mit Didi Kühbauer für Goran Djuricin hinter sich hat: Im Oktober bedeutete die 2:3-Heimniederlage gegen Arsenal Tula das Ende für den Italiener Massimo Carrera. Sein spanischer Assistent Raul Riancho übernahm. Aber nur für drei Spiele. Sonntag feierte der 52jährgie Ukrainer Oleg Kononov, der von Arsenal Tula angeblich um 3,2 Millionen Euro aus dem Vertrag gekauft wurde, also um mehr als das Vierfache der Summe, die Rapid an Kühbauer für St.Pölten zahlte,  seinen Einstand beim 3:1 (0:1)-Heimsieg gegen Krylia Sovetov. Wobei drei Legionäre die Tore erzielten: Der Franzose Sofiane Hanni und der kurz zuvor eingewechselte Lorenzo Melgarejo aus Paraguay drehten mit einem Doppelschlag in zwei Minuten die Partie. in der Nachspielzeit traf auch Ex-Milan-Stürmer Luiz Adriano. Mit dem Brasilianer und Ze Luis  von den Kapverdschen Inseln muss Rapid im Spartak-Angriff rechnen. Bleibt die Hoffnung, das Mario Sonnleitner alles so im Griff hat wie beim 2:0 (Bild oben).

Spartak ist in der Tabelle nach 15 Runden Siebenter, hat zwölf Punkte Rückstand auf Tabellenführer Zenit St.Petersburg. Für Soartak-Ansprüche ähnlich miserabel wie Rapids achter Platz in der Zwölferliga nach ebenso vielen Runden, wobei der Rückstand auf Platz eins noch 13 Punkte mehr als bei Spartak ausmacht. Die Nachwirkungen vom Montag-Beben der Hauptversammlung mit dem angekündigten Rückzug von Präsident Michael Krammer auch am Flug nach Moskau zu spüren waren. Mit Mutmaßungen über seinen Nachfolger. Mit Diskussionen, ob Krammers Ankündigung, Sportchef Fredy Bickel über die Saison hinaus halten zu wollen, vertretbar ist. Die dezente Hinweise , dass dem Schweizer von der Wirtschafts-Abteilung  die Hände gebunden waren, sind keine Entschuldigung. Denn es waren sehr wohl Millionenkäufe möglich. Nur blieben die bisher den Beweis schuldig, Rapid weiter helfen zu können. Und das geht schon auf Bickels Konto. Auch die Bestandsaufnahme von Trainer Didi Kühbauer, die durch Krammer publik wurde, sorgt für Diskussionen. Es stimmt hundertprozentig, dass Rapid robustere und schnellere Spieler braucht. Aber Didi vergas, dass auch technisch bessere für eine bessere Zukunft notwendig wären. Denn Rapid tut sich mit dem Herausspielen von Chancen verdammt schwer.

Das wird sich auch Donnerstag bei prophezeiten minus zehn Grad in der Otkrytie-Arena zeigen, die vor drei Jahren für Österreich in der EM-Qualifikation beim 1:0-Sieg mit dem Superrückzieher-Tor von Marc Janko ein sehr guter Boden war. Ob Rapid ähnlich geschlossen und kompakt wie damals das Team auftreten kann? Kühbauer erwartet zumindest, dass sich Rapid das Leben nicht wieder selbst so schwer macht wie letzten Sonntag in der zweiten Hälfte gegen den LASK.

Foto: © Spartak Moscow Media.

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