LASK und Wolfsberg sind die ersten Tabellenführer der neuen Saison. So wie der Linzer Meister am Freitag gegen den GAK, gewann auch Wolfsberg gegen die Austria 3:0 (1:0), sorgte für einen Fehlstart der harmlosen Wiener Violetten. Alle Tore der Kärntner erzielten Neuerwerbungen: Giacomo Vrioni schickte bei Elfmetern zum 1:0 und 3:0 Samuel Sahin-Eadlinger ins falsche Eck, kurz nach der Pause traf der Ex-Admiraner Sky Schwarz zum 2:0. Von 37 Neuzugängen, die bei den zwölf Mannschaften zur Startelf gehörten, erzielten fünf Tore. Außer Vrioni und Schwarz noch der neue Tirol-Engländer Michael Olakigbe zum Ausgleich beim 1:1 gegen Sturm, die Rapid-Leihgabe Dominik Weixelbraun sorgte für die Führung des Aufsteigers Austria Lustenau beim 1:1 (1:1) gegen Ried. Lustenaus Trainer Markus Mader vertraute auf sechs Neue in der Startelf – das war der Spitzenwert der Startrunde.
Austrias Untergang begann mit einem unglücklichen Oberarm-Hands von Neuzugang Ibrahim Buhari. Aleksandar Dragovic fehlte erneut – das war nicht zu kaschieren. Joker Kelvin Boateng verschuldete mit einer ungestümen Attacke gegen Schwarz kurz nach der Einwechslung den zweiten Elfmeter. Die Power zur Aufholjagd fehlte der Austria total, Johannes Eggestein war gegen die Abwehr der Kärntner abgemeldet: „Wir kriegen zu leichte Tore, waren zu behäbig im Aufbau, hatten viel zu wenig Durchschlagskraft, das war nichts“, gestand der enttäuschte Trainer Stephan Helm. In der zweiten Runde empfängt die Austria den LASK. So wird nichts zu holen sein.
Rapid kam zum fünften Mal hintereinander zu einem Startsieg ohne Verlusttor. Petter Nosa Dahl traf schon nach vier Minuten unter Mithilfe von Altachs Tormann Dejan Stojanovic, das Blitztor war absolut haltbar. Bis zur Pause hatte Rapid vor 16.795 Zuschauern Chancen auf mehr Tore, Yusuf Demir (Bild) traf die Latte. Trainer Hoff Thorup änderte die Mannschaft gegenüber Donnerstag an fünf Positionen: Jakob Schöller statt Serge Philippe Raux-Yao im Abwehrzentrum, Jannes Hoirn statt Stefan Auer als Linksverteidiger, Kapitän Matthias Seidl statt Louis Schaub, Demir statt Marco Tilio und Tommi Adamsen statt Moulaye Haidara. Nach der Pause ging es nicht mehr so gut, wurde nicht direkt gespielt, ließ man zu wenig den Ball in den eigenen Reihen laufen,wie Trainer Hoff Thorup meinte: „Wir wurden auch etwas müde. Es freut mich, wie entschlossen alle gemeinsam den Ausgleich verhinderten“, meinte Thorup. Der war möglich, als Yann Massombo nur die Stange traf. Niklas Hedl hielt beim Nachschuss des Ex-Austrianers Marko Raguz den Sieg fest, der Rapid letzte Saison gegen die Vorarlberger nicht gelang. Nikolaus Wurmbrand kam wieder nur zu einem Kurzeinsatz, spielte nicht mehr als zehn Minuten. Diese Personalentscheidung von Thorup ist absolut nicht nachvollziehbar.
Foto: Yigit Örme.