Fußball

Im Elfmeterschießen sorgte Rapid für den einzigen Sieg der Bundesliga

Schlimme Bilanz von Österreichs vier Vertretern, von FC Salzburg, Wolfsberg, Austria und Rapid in der dritten Runde der Qualifikation zu Champions, Europa und Conference League: In acht Spielen gab es nur einen Sieg und den erst im Elfmeterschießen, noch drei Unentschieden, aber vier Niederlagen. Das muss zu denken geben. Für den einzigen Sieg sorgte Rapid im Terradice Park von Dundee: Zur Pause 0:2 zurück, nach gelungenen Auswechslungen gelang die Aufholjagd zum 2:2. Womit nach dem 2:2 von Hütteldorf ein Nachspiel nötig war, in dem kein Treffer fiel. Das Elfmeterschießen gewann Rapids 5:4, Der Schwede Amar Fatah traf beim ersten von Dundee die Stange, alle fünf Schützen Rapids, Ercan Kara, der nach 105 Minuten eingewechselte Claude Mbuyi, der zur zweiten Hälfte gekommene Andrija Radulovic, Serge Raux Yao und als Letzter Bendegüz Bolla schickten den ukrainischen Dundee-Tormann Yevheni Kucherenko in die falsche Ecke und verwandelten. Also 5:4 im Elfmeterschießen, der erste grün-weiße Sieg in Schottland rettete irgendwie noch die Ehre von Österreich. Im Play-off trifft Rapid auf Raba Eto Györ. Die Ungarn besiegten daheim AIK Stockholm 2:0, stiegen mit dem Gesamtscore von 4:3 auf. Das erste Spiel ist nächsten Donnerstag in Györ.

Zur Pause schien alles verloren. Dundee führte 2:0, weil die Innenverteidiger Nenad Cvetkovic und Raux Yao bei einer Flanke Mittelstürmer Max Walters „übersahen“ und weil Raux Yao unnötig einen Elfmeter verschuldete, auf den der VAR den griechischen Referee aufmerksam machte. Walters verwandelte und Rapids Trainer Peter Stöger handelte. Mit zwei Wechseln. Kapitän Matthias Seidl musste zu Beginn der zweiten Hälfte Kara Platz machen, Dominik Weixelbraun Radulovic. Nach einem Eckball von Bolla fiel das Anschlusstor durch den ersten Treffer von Janis Antiste. Der Franzose bejubelte seinen Kopfball (Bild).  Zwei Minuten später verstärkte Stöger nochmals die Offensive: Stürmer Nikolaus Wurmbrand ersetzte den zentralen Mittelfeldspieler Romeo Amane. Zwölf Minuten später verlängerte Kara irgendwie Wurmbrands Flanke ins lange Eck. Der Auftakt zu Rapids Happy End, das vor 500 nach Dundee gekommenen Fans stürmisch gefeiert wurde. Rapid bleibt unter Stöger weiter ohne Niederlage, steht daher zum vierten Mal hintereinander in einem Play-off. „Der Trainer hat uns gesagt, wir schaffen das“, berichtete Kara, „wir haben alle daran geglaubt!“

Foto: AP/Steve Walsh.

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