Fußball

In drei Wochen ist Hasenhüttl wieder am Markt! Für Leverkusen?

Veränderungen im Fußball sind erfahrungsgemäß in Jahren zu messen, nicht in Wochen. Und trotzdem kamen aktuell zu Saisonbeginn schon Trainerwechsel ins Gerede. Nicht nur in Wien durch die Rapid-Fans bei Grün-Weiß, sondern auch in der deutschen Bundesliga, Zwei Niederlagen in den ersten zwei Runden gegen Mönchengladbach und Wolfsburg ließen in Leverkusen vor allem in der Chefetage des Bayer-Werksklubs, etwa beim Boss des Gesellschafter-Ausschusses der Fußballer, der in der Hierarchie noch über Sportvorstand Rudi Völler steht, Zweifel an Heiko Herrlich schon sehr laut werden. Zumal Herrlich schon seit 15 Monaten im Amt ist, die Zielsetzung beim Klubs von Österreichs Teamkapitän Julian Baumgartlinger,Aleksandar Dragovic und Tormann „Rambo“ Özcan vor Saisonbeginn klar hieß: „Wir wollen in die Champions League.“ Die Leverkusen unter dem 46jährigen  Herrlich letzte Saison gegen Borussia Dortmund und Peter Stöger verpasste. Auch durch ein 0:4 in Dortmund.

Jetzt gibt´s Zweifel, ob Herrlich die Spieler des hochkarätigen Kaders wirklich ans Limit bringen kann. Weil er kaum Druck ausübt, sondern eine Führung der Mannschaft bevorzugt, die auf Vertrauen beruht. Ohne eine nachhaltige Forderung auf Leistung. Und er wird sich nicht ändern,  um ein paar Wochen länger im Job bleiben zu können, sondern versuchen, auf seine Art die Kurve zu kriegen. Mit Vertrauen in seine Spieler, Verständnis für Fehler. Aber Samstag  geht es nach München zu Meister Bayern. Da erwarten alle die dritte Niederlage hintereinander. Dann würde es beim Start in die Europa League im bulgarischen Razgrad sowie im Heimspiel  gegen Mainz für den Trainer um alles gehen. Darauf folgt eine englische Woche gegen Aufsteige Fortuna Düsseldorf und Borussia Dortmund. Dann sollte Leverkusen im oberen Drittel aufscheinen.

Aber auch wenn es alle, egal ob Völler oder Manager Jonas Boldt dementieren, Leverkusen sieht sich nach Alternativen um. Da sind zwei Österreicher dabei.  Stöger, für den es  doch ein „Handikap“ sein könnte, Trainer  beim  Lokalrivalen 1.FC Köln gewesen zu sein. Der andere ist Ralph Hasenhüttl, der im  Mai seinen Vertrag bei RB Leipzig auflösen ließ, weil Klubboss Oliver Mintzlaff und Sportvorstand Ralf Rangnick zu keiner vorzeitigen Verlängerung über 2019 bereit waren.  Da sah Hasenhüttl keine Vertrauensbasis mehr. Der Grazer  hatte offenbar den Braten gerochen: Wenig später präsentierte Leipzig Julian Nagelsmann  als Trainer ab 2019. Für diese Saison macht Sportvorstand Rangnick auch den Trainer. Bisher läuft es beim Europa League-Gegner von Red Bull Salzburg nicht so wie geplant.

Die freien Monate verbrachte Hasenhüttl auch ins seinem Ferienhaus in Tirol. Wer einen Aufsteiger auf Platz zwei und in die Champions League bringt, wie es Hasenhüttl 2016/17 gelang,  der hat einen glänzenden Ruf,  Er trifft nach außen stets locker und humorvoll auf, ist aber intern stets konsequent, zudem ein Verfechter des Tempo-Fußballs. Was gut zu Leverkusen passen würde. Leipzig zahlte Hasenhüttl eine sechsstellige Abfertigung, musste als Gegenleistung dafür aber einer Pause bis 1. Oktober zustimmen. Also wäre er in drei Wochen oder nach der  sechsten Runde der Bundesliga frei am Markt. Für Leverkusen?

Hasenhüttl nannte im Mai  Englands Premier League als sein nächstes  Ziel. Englisch spricht er perfekt. Aber Leverkusen wäre zweifelsohne eine sehr gute Adresse. Falls Herrlich doch die Wende schafft, bedeutet d auch kein Problem. Eines haben Hasenhüttl und Stöger (Bild oben),d er es sich in Wien gut gehen lässt, gemeinsam: Wann immer es im Herbst bei einem Klub der Bundesliga kriseln wird, kommen sie auf Grund  ihres guten Rufs sofort ins Gespräch.

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