Fußball

Jetzt ist Alaba der erste Jäger von Sabitzer und Laimer

Am Ende stand David Alaba im mit 74.667 Zuschauern restlos ausverkauften Berliner Olympiastadion  neben Torjäger Robert Lewandowski (Bild oben) vor dem, Bayern-Fansektor, um dort einen klaren 4:0 (0:0)-Sieg über Hertha BSC Berlin zu bejubeln. Bis zur 60. Minute sah es nicht nach diesem klaren Sieg aus, da hielt das Defensivkonzept von Herthas Trainer Jürgen Klinsmann gegen seinen Ex-Klub. Den Bann brach ausgerechnet Thomas Müller, den Klinsmann in seiner Bayern-Zeit vom Nachwuchs in die Kampfmannschaft geholt hatte. Er sorgte für den Dosenöffner, in 24 Minuten gelangen vier Tore. Die Abwehr um ihren Chef Alaba kam nie in ernste Probleme, ließ nur zwei Chancen  der Verlierer zu, Die erste bei 0:0, die zweite, als die vier Treffer bereits gefallen waren: „Einen schöner Tag für mich und die Mannschaft“, ,konstatierte Alaba, „es war wichtig, gut in die Rückrunde rein zu kommen. Wir haben die Qualitäten, um wieder Meister zu werden“. Erstmals seit dem 1:5-Debakel bei Adi Hütters Eintracht Frankfurt am 2. November, dem letzten Match unter Trainer Niko Kovac, kletterte Bayern mit dem vierten Sieg hintereinander auf Platz zwei. Damit ist Alaba erster Jäger seiner Landsleute Marcel Sabitzer und Konrad Laimer bei Winterkönig RB Leipzig, der vier Punkte vor den Bayern liegt. Könnte auf ein Duell von fünf österreichischen Teamspielern um den deutschen Titel zu werden: Da Titelverteidiger Alaba, dort die Herausforderer Sabitzer, Laimer mit ihren Landsleuten Stefan Ilsanker und Hannes Wolf als Alternativen auf der Bank.

Es gab Sonntag noch einen zweiten österreichischen Sieger in der Bundesliga, nämlich Teamkapitän Julian Baumgartlinger. Er gewann mi Leverkusen beim Schlusslicht Paderborn 4:1 (3:0), erzielte nach 36 Minuten aus sechs Metern das 3:0, sein erstes Tor in dieser Saison. Damit blieb Leverkusen auf Rang sechs, nur zwei Punkte hinter einem Champions League-Platz, aber neun hinter Leipzig. Ob es da noch für ein Eingreifen in den Titelkampf reichen kann? Eher nicht. In Englands Premier League würde ein Rückstand von neun Punkten hingegen zu Platz zwei reichen. Da hat der überlegene Tabellenführer FC Liverpool nach dem 2:0 (1:0) an der Anfield Road,gegen Manchester United, dem 21.Sieg im 22.Spiel, 16 Punkte mehr als der Zweite Manchester City, 19 mehr als der Dritte Leicester und 25 mehr als der Vierte Chelsea. 64 von 66 möglichen Punkten zu holen bedeutet eine Quote von fast 97 Prozent für die Erfolgsmannschaft von Jürgen Klopp.  Das schafft nicht einmal annähernd ein anderen Klub in Europa. RB Leipzig legt bei knapp 73 Prozent.

Mancheter United ist bisher die einzig Mannschaft, die in dieser Saison noch nicht gegen Liverpool verlor. Aber das Unentschieden von Old Trafford ließ sich ohne Torjäger Marcus Rashford an der Anfield Road nicht wiederholen. Liverpools Abwehrriese Virgil van Dijk köpfelte nach einem Eckball von Trent Alexander Arnold bereits nach 14 Minuten die Führung, Im Finish drängte United auf den Ausgleich, aber Mo Salah traf in der 95. Minute nach einem Ausschuss von Tormann Alisson  zum 2:0, Leicester verlor in Burnley erstmals in dieser Saison ein Match, bei dem Christian Fuchs mitspielte. Aber das lag nicht an Österreichs Ex-Teamkapitän, obwohl er den Ball bei Leicesters Siegestor etwas abfälschte, sondern viel mehr an Torjäger Jamie Vardy, der bei 1:1 mit einem Elfmeter an Burnleys Keeper Nick Pope scheiterte.

Foto: Twitter.

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