Fußball

Kalajdzic schweigt über 13 Interessenten! Lindners Rückkehr zur Austria geht sich nicht aus

Seit Donnerstag lässt sich Sasa Kalajdzic in Fuschl bei Sportwissenschaftler Franz Leberbauer für die vier Nations League-Spiele Österreichs gegen Kroatien, Dänemark und Frankreich im Juni „einstellen“ und herrichten (Bild oben). Das spricht für die professionelle Einstellung des Torjägers. Der 25 jährige Stuttgart-Legionär kommt Sonntag als umworbenster Spieler des Kaders zum Treffpunkt des Teams ins Avita-Resort von Bad Tatzmannsdorf. Wenn es stimmt, was der deutsche „Kicker“ Anfang der Woche schrieb, dann sind 13 Klubs am Zweimeter-Riesen interessiert, darunter sehr prominente. In Englands Premier League sind es sechs: Chelsea, Manchester United, Newcastle, West Ham, Southampton und Brighton. In Italien Meister Milan und der Dritte Napoli, in Frankreich Meister Paris St. Germain, in Spanien Atletico Madrid, in Portugal Benfica Lissabon, in Deutschland Meister Bayern und Vizemeister Borussia Dortmund. Da kann man schon abheben. Doch diese Gefahr besteht bei Kalajdzic wirklich nicht.

Vfb Stuttgart möchte mit ihm nicht ins letzte Vertragsjahr gehen, machte ihm ein Angebot zur Verlängerung, das er nicht akzeptierte. Daher stehen die Zeichen auf Verkauf. Um die 30 Millionen Euro Ablöse wollen die Schwaben für ihn bekommen. Kalajdzic und sein Bewacher Sascha Empacher haben sich daher Schweigen verordnet. Keine Interviews, wenn der Transfer ein Thema sein sollte. Empacher scheint ein Auge für Stürmer mit Potenzial zu haben. Vor zehn Jahren brachte er den 19 jährigen Mo Salah aus Ägypten zum Schweizer Meister FC Basel und zum späteren Sturm Graz-Trainer Heiko Vogel, wo Salah als Nachfolger von Xherdan Shaquiri auch mit Aleksandar Dragovic spielte. „Agenten entdecken meist große Spieler, nicht die Klubs“, behauptete Empacher dieser Tage in einem Interview bei DAZN.

Nicht geschwiegen hat Teamtorhüter Heinz Lindner über seine Situation beim Schweizer Vizemeister FC Basel. Er wurde ins Team der Saison gewählt. Kein anderer Keeper machte so viele Großchancen zunichte wie er. In 24 von 79 Spielen kassierte er kein Tor. Dennoch teilte Basels sportlicher Leiter Philipp Kaufmann Lindners Berater Max Hagmayr mit, man hätte nichts dagegen, wenn er für Lindner einen neuen Klub sucht und findet. Das ist nicht Kaufmanns Entscheidung, sondern die des Klubbesitzers David Degen, die auch der neue Trainer Alex Frei akzeptieren muss. Degen will den 34 jährigen Schweizer Marwin Hitz, der 181 Spiele in der deutschen Bundesliga für Wolfsburg, Augsburg und Dortmund bestritt, als neue Nummer eins. Offenbar kommt´s bei Degen auf die Größe an: Hitz ist mit 1,94 Meter sieben Zentimeter größer als Lindner.

Die Baseler Fans skandierten beim letzten Heimspiel, beim 2:1 gegen Cupsieger Lugano, fast durchgehend seinen Namen. Ihre Unterstützung hätte der Oberösterreicher. Es würde ihn zwar reizen, sich als Nummer eins zu behaupten, was er sich auch zutraut: „Aber es wird kein normales Duell mit Hitz, das weiß ich“. Was er damit meinte: Hitz steht schon als Sieger fest, bevor es beginnt. Befehl von Degen. Soll er sich das antun, darauf vertrauen, dass im Fußball schnell etwas passieren kann? Der Vertrag läuft noch ein Jahr. Dass Basel noch für ihn eine Ablöse kassiert, kommt für Hagmayr nicht in Frage.

Gespräche über eine Rückkehr zur Wiener Austria nach acht Jahren gab es bereits. Lindner kann sich die zwar durchaus vorstellen, da Violett „sein“ Verein ist, doch Hagmayr behauptet: „Das wird sich nicht ausgehen!“ Vielleicht doch, wenn sich Basel für Lindners Wechsel finanziell erkenntlich zeigt.

Foto: MFL.

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