Fußball

Keine Attraktionen am Winter-Transfermarkt in Sicht

Die bisherigen Einkäufe der Bundesligaklubs bestätigen die These, dass am Winter-Transfermarkt keine neuen Attraktionen zu haben sind. Zumindest in Österreich. Altach freut sich auf den 19 jährigen Stürmer Precius Benjamin, einer Leihgabe von Hoffenheim. Trainer Christian Ilzer setzte ihn allerdings ihn in keinem Pflichtspiel ein, hatte ihn in den ersten 18 Runden nicht einmal im Kader. Also kommt Benjamin eigentlich aus der zweiten Mannschaft. GAK-Sportdirektor Tino Wawra holte nach Torhüter Franz Stolz und Mittelfeldspieler Mark Grosse wegen der Verletzung des Australiers Jacobo Italiano auch einen Linksverteidiger: Den 25 jährigen Linksverteidiger Leon Klassen vom Darmstadt 98, derzeit Dritter der zweiten deutschen Liga. Der Russe hat schon Österreich-Erfahrung: Er spielt im Herbst 2021 bei WSG Tirol, übersiedelte dann zu Spartak Moskau, bestritt beim russischen Spitzenklubs 32 Spiele, danach bei Lyngby Kopenhagen 23, ehe er nach Darmstadt wechselte, wo er im Herbst nur auf fünf Einsätze kam. Darum konnte ihn der GAK auf Leihbasis engagieren.

Ob Sturm Graz Altachs Innenverteidiger Paul Koller noch im Winter holt oder erst ablösefrei im Sommer, wird wenig an der Stärke des Meisters ändern. Fix ist, dass Sturm ab Sommer auf eine Stütze verzichten muss: Der slowenische Mittelfeldspieler Tomi Horvat entschloss sich zum Wechsel in die zweite englische Liga zum Neunten Bristol City, den der Salzburger Gerhard Stuber trainiert. Dort bekommt er sicher einen lukrativeren Vertrag als in Österreich. Sturm bekommt für ihn keine Ablöse.

Wacker Innsbruck, als überlegener Tabellenführer der Regionalliga West auf Kurs Richtung Aufstieg in die zweite Liga, kam auf Umwegen zu einem 19 jährigen Stürmer aus Uruguay, Anderson Rodriguez, vom Racing Klub des Montevideo (Bild).  Der Umweg heißt Grasshoppers Zürich, der Klub von Ex-Blau-Weiß-Trainer Gerald Scheiblehner.  Der Drittletzte der Schweizer Liga engagierte Anderson Rodriguez, verlieh ihn aber an die Tiroler, bei denen Rodriguez im Herbst zur Probe trainiert hatte. Der Hintergrund: Der Mehrheitsaktionär der Grasshoppers, der FC Los Angeles, ist auch Partner von Wacker Innsbruck. Bei den Tirolern muss Rodriguez zeigen, ob er schon gut genug für die Schweizer Liga ist.

Foto: Wacker Innsbruck.

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