Fußball

Kulovits sah bei 1:1 kleine Fortschritte – aber Rapid flog aus den ersten sechs

Red Bull Salzburg überwintert in einer durchwachsenen Saison nach dem 2:1 (1:1) gegen Wolfsberg als Winterkönig. Ein Beweis mehr für das schwache Niveau der Bundesliga.  Salzburg hat drei Punkten mehr als der LASK, der mit seiner Erfolgsbilanz sogar die Erwartungen des zurückgekdhrten Trainers Didi Kühbauer übertraf und vier mehr als Meister Sturm Graz, der zum vierten Mal hintereinander gegen die Austria verlor. Aus einer schnellen 1:0-Führung wurde ein  1:2 (1:2). Matchwinner für Salzburg war der 18 jährige Bosnier Kerim Alajbegovic, der mit einem Doppelpack das drohende Unentschieden verhinderte, sich beim Jubel über das späte Siegestor in der 86.Minute am Sprunggelenk. Petar Ratkov scheiterte sieben Minuten vorher bei 1:1 mit einem Elfmeter an Wolfsbergs Tormann Nikolas Polster.

Rapid scheiterte auch beim Letzten Blau-Weiß Linz wieder einmal an sich selbst. Nicht an fehlendem Kampfgeist und Engagement,  aber an fehlender Qualität. Zwar gab es im vierten Spiel mit Interimstrainer Stefan Kulovits erstmals keine Niederlage, aber das 1:1 (1:1) fühlte sich wie eine an, denn Rapid flog damit erstmals in dieser Saison aus den ersten sechs, ist nur noch auf Rang sieben.  Das Führungstor durch einen Kopfball von Nenad Cvetkovic nach Eckball von Kapitän Matthias Seidl gab Rapid keinen Auftrieb. Im Gegenteil. Nach einem Patzer von Furkan Demir bereitete Simon Seidl, der jüngere Bruder des Rapid-Kapitäns, den Ausgleich der Linzer vor, den der Ex-Klagenfurter Christoph Cvetko aus 20 Metern via Innenstange erzielte. Kulovits begann mit acht Österreichern. Rekordkauf Tobias Gulliksen wurde nicht einmal eingewechselt. Kulovits hatte  Ex-Kapitän Guido Burgstaller zum Training geholt, um den Stürmern zu helfen. Das konnte in der kurzen Zeit nicht helfen. Drei eingewechselte Stürmer (Claudy Mbuyi,  Janis Antiste, Marco Tilio) bewirkten nichts. Die zwei großen Siegeschancen in der zweiten Hälfte ließ Louis Schaub aus.

Rapid hinter Hartberg und Ried – das darf einfach nicht sein. Kulovits sprach von einem mutigen und engagierten Auftritt, für den man sich nicht belohnte, sah kleine Fortschritte. Man hört bei seinen Analysen die Hoffnung heraus, dass seine Zeit als verantwortlicher Trainer nicht am Donnerstag im letzten Gruppenspiel der Conference League bei Bosniens Meister Zrinjski Mostar endet. Kulovits war auch unter dem beurlaubten Peter Stöger Teil des Trainerteams, auch wenn man inzwischen hört, dass er eher die „Opposition“ zu Stöger und dessen Assistenten Thomas Sageder war. Anzeichen, dass es mit Kulovits ähnlich erfolgreich werden könnte wie zu Saisonbeginn mit Stöger gab es bisher nicht. Bleibt die Frage, wie sich der „Sportausschuss“ im Präsidium verhalten wird, ob der wieder der Empfehlung von Sportchef Markus Katzer folgen wird, der Kulovits lobte: „Er hätte sich viel mehr verdient, weil er es gut gemacht hat.“ Zum Sportausschuss gehören Michael Tojner, Michael Hatz, der als Spieler mit Rapid Meister, Cupsieger und im Europacupfinale war, sowie Stefan Singer. Er ist auch „Boss“ vom Regionalligaklub Donaufeld. Auch Bau Weiß Linz sucht noch einen Trainer. Laut Sportchef Christoph Schößwendter gibt es einen Favoriten, Katzer hat vorerst nur eine „Shortlist“.

 

 

Foto: Gepa/Admiral.

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