Fußball

Teamwork bei der Austria – aber nur von der Mannschaft

Es gibt bei Austria doch ein Teamwork. Das betrifft aber nur die Mannschaft, wie das 3:1 (2:1) gegen Sturm Graz, das siebente ungeschlagene Spiel gegen den Meister hintereinander, bewies.  Intern ist man weit davon entfernt. Das zeigten wieder die organisierten Sprechchöre und ein Transparent gegen den zurückgetretenen Sportvorstand Jürgen Werner, der nächsten Freitag als Vertreter seiner Investorengruppe in den Aufsichtsrat der Austria-AG kommen soll. Das sehen die „echten „Austrianer gar nicht gerne, wollen sie verhindern. Ebenso den Deutschen Tomas Zorn als neuen Sportvorstand. Die Anteile von Werners Investoren zurückzukaufen, lässt die finanzielle Situation der Austria derzeit nicht zu. Der von Präsident Kurt Gollowitzer und Finanzvorstand Harald Zagiczek  zum Sportchef gemachte Michael Wagner meinte im „Sky“-Interview zur Zukunft von Trainer Stephan Helm, dessen Vertrag am Saisonende ausläuft: „Wir schauen von Tag zu Tag. Die Gespräche werden zeigen, in welche Richtung es geht!“

Dass es zwischen Trainer und der Mannschaft stimmt, zeigte der Kraftakt gegen Sturm, auf den Helm zurecht stolz war. Nach der ersten von zwei Unterbrechungen wegen Pyrotechnik auf der Austria-Fantribüne ging Sturm mit dem ersten Abschluss in Führung. Der bosnische Teamverteidiger Arjen Malic erzielte aus spitzem Winkel nach einem verlängerten Eckball via Schulter von Austrias Tormann Samuel Sahin Radlinger sein erstes Bundesligator. Die violette Reaktion folgte rasch. Auch Austrias Rechtsverteidiger traf, Reinhold Ranftl bezwang Sturms Tomann Oliver Christensen in dessen Abschiedssüiel nach Pass von Johannes Eggestein. Der von Werner geholte Deutsche jubelte danach über einen von ihm verwandelten Elfmeter, den Sturms Kapitän Ion Gorenc Stankovic gegen den Austria-Kapitän Manfred Fischer verschuldete. Sturm war zu fehleranfällig, verlor zu viele Zweikämpfe, Austria zeigte mehr Energie.

Verteidigte den Vorsprung in der zweiten Hälfte geschickt, auch wenn Glück dabei war, als der Ex-Austrianer Maurice Malone nur die Latte traf. In der neuen Minute der Nachspielzeit machte Austrias Joker Kelvin Boateng mit seinem ersten Bundesligator alles klar. In der letzten Aktion des Spiels nützte er einen Fehler von Sturm-Joker Tochi Chukwuani. Damit war de dritte Niederlage der „Blackies“ in den letzten vier Pflichtspielen perfekt. Wie geht es weiter? „Wir haben Entscheidung zu treffen“ meinte Präsident Christian Jauk zu den Differenzen zwischen Trainer Jürgen Säumel und Sportchef Michael Parensen. Derzeit scheint es fast ausgeschlossen, in dieser Konstellation weiter zu machen. Säumel  versicherte, einen ganz klaren Plan zu haben: „Dazu müssen aber die Rahmenbedingungen passen. Ich habe einen super Austausch mit dem Präsidenten, da werden wir  in eine Analyse gehen. Es geht nur um den Verein, der größter ist als jeder Spieler, als jeder Trainer.“ Auch als jeder Sportvorstand.

Foto: Gepa/Admiral.

3

Meist gelesen

Nach oben